Der ehemalige Chefdirigent Philippe Jordan gastierte bei den Wiener Symphonikern im Konzerthaus. Im Anschluss wurde ihm eine längst überfällige Ehrung zuteil.
Eigentlich hätte Philippe Jordan zum Abschied als Musikdirektor der Staatsoper das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse bekommen sollen. Da kam Sand ins Verleihungsgetriebe. Nun überreichte Bundestheater-Holdingchef Christian Kircher die Auszeichnung nach Jordans Symphonikerkonzert: Konzerthauschef Matthias Naske lobte Jordan – 2014 bis 2020 Symphonikerchef – für seine „künstlerische Integrität & geistige Tiefe“ und als einen, der „das Musikleben weit über Österreich hinaus geprägt hat und prägen wird“. Jordan: „Österreich hat mir sehr viel gegeben. Ich danke den Symphonikern: Ihr seid wunderbare Mitstreiter.“
Beim Konzert vor der feierlichen Verleihung: Jan Lisiecki (39) stürzt sich mit geballter Energie auf Mendelssohns 1. Klavierkonzert: Stupend ist seine Technik. Fanfaren, Hymnisches und dramatisches Auftrumpfen wechseln mit feiner Lyrik des Andantesatzes. Eine Liebesromanze, die bejubelt wurde. Bei Bruckners „Vierter“ (3. Fassung) kontrastiert Jordan mit enormer Energie aggressive Dramatik und Waldromantik. Gewaltig: das Finale, ein Labyrinth, aus dem der Hörer herausfinden muss.
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