Gegen Obdachlosigkeit

Weber: „Jeder sollte ein warmes Zuhause haben“

Vorarlberg
08.01.2026 17:55

Die Zuständigen der ARGE Wohnungslosenhilfe und die Grünen kritisieren die Sparmaßnahmen der Landesregierung in Bezug auf wohnungslose Menschen. Der Obdachlosigkeit müsse weiterhin aktiv vorgebeugt werden.

Klar gegen die für 2026 angekündigten Kürzungen der Beratungs- und Betreuungsangebote sprechen sich die Verantwortlichen der ARGE Wohnungslosenhilfe aus. „Gerade im Bereich der Wohnungslosenhilfe ist es in den vergangenen Jahren immer gelungen, einrichtungsübergreifend und in guter Abstimmung mit der Verwaltung und der Politik geeignete Strategien und Maßnahmen zu entwickeln, um auf der einen Seite eine drohende Wohnungslosigkeit präventiv zu verhindern und auf der anderen Seite Menschen so rasch wie möglich wieder in geeigneten Wohnraum zu begleiten“, heißt es in einem Schreiben. Seit 20 Jahren sei sich das Vorarlberger Modell der Delogierungsprävention bereits bewährt, mit der Initiative „Sozialen Netzwerk Wohnen“ habe Vorarlberg zudem eines der ersten „Housing-First-Projekte“ in Österreich etabliert.

„Dass nun im Bereich der ambulanten Beratung und Betreuung massiv eingespart wird, ist ein herber Schlag und wirft uns in der Entwicklung um Jahre zurück“, klagen die Zuständigen der ARGE Wohnungslosenhilfe. Die in der aktuellen Debatte viel diskutierten Strukturkosten seien keine optionalen Ausgaben, sondern vielmehr „die Grundlage für stabile, qualitätsgesicherte und verlässliche Unterstützungsstrukturen“.

Bernie Weber von den Grünen.
Bernie Weber von den Grünen.(Bild: Grüne Vorarlberg)

Druck vom Land, die Teilzeitstellen abzubauen
Zudem gebe seitens des Sozialfonds einen starken Druck, die Zahl der Teilzeit-Beschäftigungsverhältnisse zu reduzieren – die Beratungsstellen aber würden die vorhandenen Mitarbeiter benötigen, um tägliche Öffnungszeiten, schnelle Interventionen und aufsuchende Arbeit anbieten zu können. Auch mögliche Ausfälle könne ein großes Team besser kompensieren. Rückendeckung gibt es von den Grünen. Deren Wohnbausprecher Bernie Weber kritisiert die geplanten Kürzungen scharf und fordert die schwarz-blaue Landesregierung auf, ausreichend Mittel für Menschen in Notlagen bereitzustellen: „In Vorarlberg soll jeder ein warmes und sicheres Zuhause haben.“ Gerade die ambulante Beratung sei entscheidend, um Wohnungslosigkeit zu verhindern und teure Folgekosten zu vermeiden. „Jeder Euro, der hier investiert wird, spart später ein Vielfaches!“ Die Strukturkosten seien alternativlos und Grundlage für eine entsprechende Unterstützung.

Porträt von Vorarlberg-Krone
Vorarlberg-Krone
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