Nach Jurys Rücktritt

Sie ringen um Chefsessel der Künstlerstadt Gmünd

Kärnten
06.01.2026 09:59

Nach Josef Jurys Rücktritt braucht die Bevölkerung einen neuen Stadtchef. Claus Faller (Liste Jury), Markus Schiffer (VP) und Sylvia Petschar (SP) wollen in Jurys Fußstapfen treten. Am 18. Jänner wird gewählt. 

Weil „es reicht und nach 20-jähriger Amtszeit an der Zeit ist, Abschied zu nehmen“, trat Josef Jury in einer hitzigen Gemeinderatssitzung im Herbst letzten Jahres von seinem Bürgermeisteramt zurück – wir haben berichtet.

Am 18. Jänner werden die Bürger und Bürgerinnen der Gemeinde Gmünd deshalb gebeten, ihre Stimme abzugeben. Drei Kandidaten, die sich gerade mitten im Wahlkampf befinden, stehen zur Auswahl.

Langjähriger Vize-Chef als Bürgermeisterkandidat
Claus Faller (Liste Jury) leitet als Vize-Chef derzeit interimistisch die Geschäfte der Stadt. Seit 2003 ist er in der Gemeindepolitik tätig und begleitete Jury bis zu seinem Rücktritt. „Vor der Polit-Zeit war ich als Obmann der Stadtkapelle tätig, war auch bei der Feuerwehr dabei. Aber will man etwas gut machen, kann man nicht auf zwei Hochzeiten zugleich tanzen“, so der Vater, der beruflich Stabsunteroffizier beim Spittaler Bundesheer ist.

Claus Faller von der Liste Jury mit seiner Frau Ute und den zwei Enkelkindern.
Claus Faller von der Liste Jury mit seiner Frau Ute und den zwei Enkelkindern.(Bild: Faller)

Eines seiner Ziele: „Wenn das Geld da wäre: den Hauptplatz umbauen, die Fahrspur vor Ort direkt durch die Mitte der Stadt ziehen, damit auf jeder Seite gleich viel Platz ist. Das wäre eine Aufwertung für alle im Ortskern“, sagt er und will „für die Bürger da sein, aber den Blick der Realität nicht verlieren und keine großartigen Ankündigungen tätigen.“

Landwirt will Stadtchef werden
Bei der ÖVP will es Markus Schiffer (46), Landwirt und Maschinenbautechniker, wissen. Der Gmünder ist seit der letzten Periode in der Gemeindepolitik tätig. „Handlungsbedarf sehe ich vor allem in der internen Kommunikation“. Eines seiner Herzensanliegen: „Ich will betreutes Wohnen direkt in der Stadt ermöglichen. Das Angebot habe ich in einer Stadt in Tirol gesehen und das hat mich fasziniert“, setzt er zudem auf Wohnbau und Jugendprojekte. 

Landwirt Markus Schiffer (ÖVP) mit Familie. Wie seine Mitbewerber steht er im Wahlkampf.
Landwirt Markus Schiffer (ÖVP) mit Familie. Wie seine Mitbewerber steht er im Wahlkampf.(Bild: Schiffer)

Eine Frau tritt bei den Roten an
Bei den Roten will sich Sylvia Petschar (62) beweisen. Ihr Herz brennt für „Familien, Jugend und leistbares Wohnen.“ Die langjährige Mittelschullehrerin und Bibliothekarin spricht sich gegen das umstrittene geplante Wasserstoff-Forschungszentrum aus. Das Projekt ist aus Fallers Sicht falsch kommuniziert worden, es gelte abzuwarten. „Die Gemeinde ist nur für die Umwidmung zuständig. Das Land entscheidet.“ Schiffer ist im Falle einer Umwidmung für eine Bürgerbefragung.

SP-Kandidatin Sylvia Petschar mit Mann Gerald.
SP-Kandidatin Sylvia Petschar mit Mann Gerald.(Bild: Petschar)

Sylvia Petschar will zudem Vollzeitbürgermeisterin werden. „Ich verabschiede mich dieses Jahr als Lehrerin in Pension – danach würde ich mich voll und ganz auf mein Bürgermeister-Amt konzentrieren“, so die sozial engagierte Gmünderin.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt