Keine Alterskontrolle?
Feuerinferno: Schwestern (14, 15) sterben in Bar
Wie nun bekannt wurde, befinden sich auch zwei Schwestern (14 und 15 Jahre) unter den Todesopfern des Brandes in der Bar im Schweizer Crans-Montana. Brisant: Es gibt neue Vorwürfe, wonach die Barbetreiber bei Alterskontrollen nicht hingeschaut hätten.
Die Identifikation aller 40 Todesopfer ist mittlerweile abgeschlossen, während Überlebende der Silvester-Tragödie in der Bar „Le Constellation“ in diversen Spitälern in der Schweiz und im Ausland weiter um ihr Leben kämpfen.
Jüdische Gemeinschaft tief erschüttert
Viele der Opfer waren Teenager. Bei zwei von ihnen handelt es sich um jüdische Schwestern im Alter von 14 bzw. 15 Jahren aus der Region Lausanne, wie tachles.ch berichtet. Die jüdische Gemeinschaft in der Schweiz zeigt sich tief erschüttert. Auch eine 15-jährige israelisch-britisch-französische Staatsbürgerin starb in den Flammen.
Bei Alterskontrolle geschlampt?
Brisant: Das Gesetz im Schweizer Kanton Wallis besagt, dass sich Personen unter 16 Jahren nach 22 Uhr nur in Begleitung ihres gesetzlichen Vertreters oder einer entsprechend bevollmächtigten Person in Bars aufhalten dürfen. Wie „20 Minuten“ berichtet, ist die Alterskontrolle Sache des Inhabers. Ob die acht Todesopfer, die unter 16 Jahre alt waren, in Begleitung waren, ist laut Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud derzeit noch nicht klar – fest steht aber, dass etwa im Fall der verstorbenen Schwestern die Eltern in der schicksalhaften Nacht nicht in der Bar waren. Wie die Minderjährigen in die Bar kamen, sollen die laufenden Ermittlungen aufklären.
Das Feuer brach in der Silvesternacht gegen 1.30 Uhr aus. Nach bisherigen Erkenntnissen geriet die mit Schaumstoff verkleidete Decke der Bar in Brand – vermutlich ausgelöst durch ein Feuerwerk auf einer Champagnerflasche. Als Panik ausbrach, gab es offenbar nur einen Fluchtweg über eine Treppe. Ein Notausgang soll schlecht zugänglich gewesen sein.
Strafverfahren gegen Beitreiber-Ehepaar
Gegen das Betreiber-Ehepaar läuft inzwischen ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Tötung, Körperverletzung und Verursachens einer Feuersbrunst. Vorerst muss es aber nicht in Haft. Am Sonntag gedachten die Menschen in Crans-Montana der Opfer mit einem Trauerzug zum Unglücksort.










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