Die letzten Coups der berüchtigten Salpetersäure-Einbrecher sind schon einige Monate her. Jetzt sind die Serien-Kriminellen zurück in Wien. Offenbar nutzten sie die Weihnachtsferien und Feiertage, um verwaiste Wohnungen auszuräumen. Zumindest ein Haus in Hernals ist schon als Tatort bekannt.
Es ist mittlerweile schon ein alter Schuh geworden, dass die „Krone“ über mit ätzender und hochgiftiger Salpetersäure aufgebrochene Türschlösser in Wien berichten muss. Seit 2022 treiben eine oder mehrere Einbrecherbanden in der Bundeshauptstadt ihr Unwesen – hunderte Wohnungsinhaber und Mieter dürften den Kriminellen schon zum Opfer gefallen sein. Nicht nur in Wien übrigens: Die Säure-Einbrecher zogen ihre chemische Spur schon quer durch ganz Europa.
Monatelang war Ruhe um die Einbrecher
Während klar ist, dass die Einbrecher immer wieder in ihre Heimat zurückkehren und über verlängerte Wochenenden oder Ferien nach Wien kommen, um zuzuschlagen, war es bisher noch nicht möglich, die Täter in flagranti zu erwischen und dingfest zu machen. Vor allem in den letzten Monaten herrschte – wieder einmal – eine geisterhafte Ruhe um die „Säure-Bande“. Anfang Juli wurden einige Wohnungen geknackt und ausgeräumt, Anfang Oktober waren vier Wohnungen in der Landstraße und in Penzing Ziele.
Spionage, Kleberfäden, gefährliche Säure
Die Täter gehen bei ihren Coups übrigens äußerst heimtückisch vor. Erst spionieren sie tagelang Stiegenhäuser von Gebäuden aus, die sich im Baustil alle ähneln. Dafür markieren sie sämtliche Türen des Hauses mit hauchdünnen Kleberfäden, um zu kontrollieren, wo sich die Bewohner gerade im Urlaub befinden. Ist dies der Fall, träufeln sie seelenruhig Salpetersäure in die Türschlösser, um jene aufzulösen. Aus den Wohnungen räumen die Einbrecher alles aus, was nicht niet- und nagelfest ist.
Urlauber bemerkte aufgebrochene Wohnungstür
Nach der monatelangen Pause dürfte die Bande – laut „Krone“-Informationen dürfte es sich mutmaßlich um Georgier handeln – um Weihnachten und Silvester wieder nach Wien zurückgekehrt sein. Am 2. Jänner meldete sich jedenfalls der Mieter einer Wohnung in der Hernalser Rötzergasse bei der Polizei. Als er aus dem Urlaub zurückgekehrt war, bemerkte er, dass die Tür aufgeätzt worden ist, zahlreiche Wertgegenstände fehlen. Wie viele Wertgegenstände mitgenommen wurden, ist unklar.
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