Teils lebensgefährlich

Große Razzia: 15.600 Stück Pyrotechnik entdeckt

Wien
31.12.2025 11:47

Kurz vor Silvester griffen die Behörden in mehreren Bundesländern hart durch, um für mehr Sicherheit zu sorgen. Bei einer großangelegten Razzia am Dienstag beschlagnahmten die Einsatzkräfte allein in Niederösterreich insgesamt 15.600 Stück teils lebensgefährliche Pyrotechnik, wie etwa Kugelbomben, mit einem Gewicht von rund 400 Kilogramm.

Am Dienstag schlugen die Behörden der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) gemeinsam mit den Landesämtern für Staatsschutz und Extremismusprävention (LSE) in gleich fünf Bundesländern zu: Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, der Steiermark und Vorarlberg.

Hintergrund waren Hinweise, dass namentlich bekannte Personen gefährliche Stoffe und Gegenstände besaßen, die für „verfassungsgefährdende Angriffe“ genutzt werden könnten, betonte der Pressesprecher Paul Eidenberger des Bundesinnenministeriums in einer Aussendung am Mittwoch. 

Unter der gesicherten Pyrotechnik befanden sich auch lebensgefährliche Kugelbomben.
Unter der gesicherten Pyrotechnik befanden sich auch lebensgefährliche Kugelbomben.(Bild: BMI)

Staatssekretär Jörg Leichtfried betonte die Bedeutung der Maßnahmen im Vorfeld zur Silvesternacht: „Die Aktionen zeigen, wie wichtig konsequente Präventionsarbeit ist. Ich gratuliere der DSN und den LSE zu diesem Erfolg und danke allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit. Sie tragen damit entscheidend zur Sicherheit der Bevölkerung bei und erhöhen die Chance auf einen sicheren Jahreswechsel.“

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Die Aktionen zeigen, wie wichtig konsequente Präventionsarbeit ist. 

Staatssekretär Jörg Leichtfried (SPÖ)

Lebensgefährliche Kugelbombem gefunden
In Niederösterreich kam es dabei zu einer Hausdurchsuchung, bei der unter anderem ein Munitionsgurt mit Leuchtspurgeschossen, verbotene Waffen, Vorläuferstoffe und gefährliche Pyrotechnik der Kategorien F3 und F4, darunter lebensgefährliche Kugelbomben, sichergestellt wurden.

In Oberösterreich gestand ein Betroffener im Zuge der Sensibilisierungsgespräche den Besitz illegaler Pyrotechnik, mehr als 570 Stück wurden sichergestellt, während in der Steiermark bei einer Intervention weitere 65 Stück der Klassen F3 und F4 gefunden und beschlagnahmt wurden. 

Alle verantwortlichen Personen – zwei Frauen und fünf Männer im Alter von 17 bis 31 Jahren – werden angezeigt – je nach Fall nach dem Pyrotechnik-, dem Chemikalien-, dem Waffen- bzw. dem Kriegsmaterialiengesetz. Es drohen hohe Geldstrafen. Außerdem wurde bei einer Person eine kleine Menge Cannabis gefunden.

Appell: „Sensibilisieren Sie Jugendliche!“
Das Innenministerium richtet erneut einen eindringlichen Appell an die Bevölkerung: „Raketen und Kugelbomben explodieren und sind keine harmlosen Spielzeuge, wie jedes Jahr die Verletztenbilanz zu Neujahr aufzeigt.“ Die Behörden betonen, dass besonders Jugendliche gefährdet seien, weswegen Eltern und Erwachsene sie unbedingt sensibilisieren sollen.

Feuerwerkskörper dürfen laut Innenministerium nur im autorisierten Fachhandel mit echtem CE-Kennzeichen gekauft werden – Billigware aus dem Ausland oder dem Internet sei „illegal und lebensgefährlich“. Außerdem hieß es weiter, Pyrotechnik solle nur dort gezündet werden, wo es erlaubt sei und keine Mitmenschen gefährde.

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