Nicht rechtskräftig

Kupferdieb muss dreieinhalb Jahre lang in Haft

Oberösterreich
16.12.2025 12:15

Gleich mehrmals zugeschlagen hat ein 50-Jähriger auf einer Linzer Großbaustelle. Die Anklage warf ihm vor, Kupfer im Wert von rund 550.000 Euro gestohlen zu haben. Daraus wurden schlussendlich nicht einmal 300.000 Euro. Dennoch bekam er ein Jahr Zusatzhaft: insgesamt fast er 42 Monate scharf.

„Das braucht doch niemand mehr“ dürfte sich ein 50-jähriger Seriendieb gedacht haben, und gleich mehrmals eingestiegen sein – nämlich in die Großbaustelle einer ehemaligen Leiner-Filiale in Linz. Die Anklage warf dem mehrfach Vorbestraften vor, er habeim Februar ein Rolltor zur Tiefgarage geöffnet. Dort habe er Kabelschächte von der Decke gerissen, Kabel durchtrennt und mitgenommen, sowie in Technikräumen weiteres Kupfer an sich genommen.

Kupfer nicht ganz so viel wert
Insgesamt habe er laut Anklage Kupfer im Wert von 553.966,90 Euro mitgehen lassen. Ganz bewahrheitete sich das nicht: Schlussendlich wurde der Wert des Diebesguts auf nicht einmal 300.000 Euro geschätzt, was eine Verringerung des Strafrahmens von bis zu zehn Jahren auf bis zu siebeneinhalb Jahre nach sich zog. 

Einschlägige Vorstrafen
Schlussendlich entschieden Richterin und Schöffen auf ein Jahr Zusatzhaft. Dabei wurde bedacht genommen auf seine zweijährige Haftstrafe, die er momentan wegen ähnlicher Delikte absitzt. Obendrein wurde eine bedingte Haftstrafe von fünf Monaten und 20 Tagen widerrufen, also in eine „Scharfe“ umgewandelt. Insgesamt kommt der Langfinger also auf drei Jahre, fünf Monate und 20 Tage. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, weil die Staatsanwaltschaft keine Erklärung abgab. 

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