Kärnten und Steiermark

Starke Achse: 2 Bundesländer wachsen zusammen

Steiermark
13.12.2025 18:00

Am Freitag wurde die Koralmbahn offiziell eröffnet, sie läutet eine neue Ära für Kärnten und die Steiermark ein. Der Süden Österreichs, oft an den Rand gedrängt, setzt damit ein Ausrufezeichen. Er muss sich ohnehin nicht verstecken.

Auch wenn Österreich im globalen Maßstab ein kleines Land ist, ein homogenes Völkchen sind wir deswegen noch lange nicht. Wenn sich sogar Nachbardörfer gerne voneinander abgrenzen, dann trifft das auf neun Bundesländer erst recht zu. Kärnten und Steiermark, durch die Pack getrennt, sind da keine Ausnahme. Die unzähligen Kärntner- bzw. Steirer-Witze zeugen davon.

Doch nun ist Zeit für ein neues Motto: „Gemeinsam sind wir stärker!“ Die Koralmbahn wird vielfach als (Jahrhundert-)Chance beschworen, sich zusammen als starke Region zu positionieren – wirtschaftlich, aber auch im Tourismus oder in der Bildung. Denn der Süden Österreichs wird – zumindest in der Eigenwahrnehmung – noch immer oft stiefmütterlich behandelt.

Die Landeshauptmänner Peter Kaiser und Mario Kunasek im „Krone“-Doppelinterview.
Die Landeshauptmänner Peter Kaiser und Mario Kunasek im „Krone“-Doppelinterview.(Bild: Andreas Tröster)

Das jüngste politische Beispiel: In der neuen Bundesregierung haben gerade einmal zwei Staatssekretäre aus der Steiermark, aber kein einziger Vertreter Kärntens Platz gefunden.

Dem halten wir zehn Fakten entgegen, welche die gemeinsame Kraft der Region – von Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser im „Krone“-Doppelinterview mit Mario Kunasek gar als „Stern des Südens“ bezeichnet – veranschaulichen:

1,84 Millionen Menschen leben (mit Stand 1. Oktober) in den beiden Bundesländern Steiermark und Kärnten. Für die „Metropolregion“ im Umkreis der Koralmbahn wird immer wieder die Zahl von 1,1 Millionen Einwohner genannt.

27 Millionen Nächtigungen wurden in der vergangenen Tourismussaison (November 2024 bis Oktober 2025) verzeichnet, die Aufteilung ist dabei beinahe fifty-fifty. In beiden Bundesländern ist die Sommersaison stärker als der Winter.

92,2 Milliarden Euro beträgt zusammen das Bruttoregionalprodukt (2024) – das ist mehr als die Flächenbundesländer Ober- oder Niederösterreich. Nur Wien ist noch stärker.

1352 Schienenkilometer gab es (vor der Eröffnung der Koralmbahn) in der Steiermark und Kärnten. Entlang der Strecken befinden sich 250 Bahnhöfe und Haltestellen.

372 Gault-Millau-Hauben zeigen die kulinarische Klasse von Österreichs Süden. Mit Thomas Dorfer holte sich ein gebürtiger Kärntner sogar fünf Hauben (wenn auch mit einem Restaurant in Niederösterreich) – als erst neunter Koch des Landes.

13 Hochschulen sorgen für den akademischen Nachwuchs: vier in Kärnten, neun in der Steiermark. Bei Lehramtsstudien gibt es bereits einen Verbund.

13 Olympiasieger (im Einzel oder als Teil eines Teams) stammen aus Kärnten und der Steiermark: Manfred Schmid, Karl Schnabl, Franz Klammer, Harald Winkler, Fritz Strobl, Thomas Morgenstern, Martin Koch, Wolfgang Loitzl, Mario Stecher, Katharina Truppe, Anna Gasser, Matthias Mayer und Lara Vadlau.

4 Bundesliga-Klubs im Herren-Fußball sind im Süden Österreichs beheimatet: WAC, Hartberg, Sturm Graz, GAK. Im Vorjahr waren es mit Austria Klagenfurt sogar fünf. Meistertitel gab es bisher nur für die Steiermark (5x Sturm, 1x GAK), der WAC ist aber aktueller Cupsieger.

2 Literaturnobelpreisträger konnte Österreich bisher feiern: Sie kommen aus Kärnten (Peter Handke) und der Steiermark (Elfriede Jelinek).

Viele einzigartige Persönlichkeiten stammen aus der Steiermark und Kärnten, darunter „Terminator“ Arnold Schwarzenegger, Schriftstellerin Ingeborg Bachmann, Sänger Udo Jürgens, Schauspieler Klaus Maria Brandauer.

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