Amokläufer von Ansbach
Rückflug von Flüchtigem kostet Bayern 195.000 Euro
Nach seiner Flucht aus der Psychiatrie bis nach Südamerika wurde der Amokläufer von Ansbach per teurem Charterflug zurückgebracht. Noch ist fraglich, wer letztlich für die Kosten aufkommt.
Mit Messern, Beil und Molotowcocktails stürmte Georg R. als 18-Jähriger 2009 in eine Schule in Ansbach. Neun Mitschüler und ein Lehrer wurden verletzt. 2010 verurteilte ihn das Gericht wegen versuchten Mordes zu neun Jahren Jugendstrafe – und zur dauerhaften Unterbringung in der Psychiatrie.
Fast 15 Jahre später durfte der heute 34-Jährige die Klinik in Erlangen erstmals unbegleitet verlassen. Doch am 16. August kehrte er auf einmal nicht mehr zurück. Die Spur führte über mehrere Länder bis nach Kolumbien, wo er im September gefasst wurde. Seine Flucht war ein Verstoß gegen die Hausordnung, jedoch kein Verbrechen.
„Linienflug kam nicht infrage“
Nun sorgt aber der Rückflug nach Deutschland für Wirbel. Er kostete stolze 195.000 Euro. Laut Staatsanwaltschaft musste nämlich ein Charterflug organisiert werden: Keine reguläre Airline war bereit, einen möglicherweise gefesselten Passagier mitzunehmen. Sprecher Jonas Heinzlmeier verteidigt: „Ein Linienflug kam nicht infrage.“
Ob Georg R. für die Kosten aufkommen muss, wird geprüft. Vorerst zahlt das Land Bayern.

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