700 Gänse betroffen

Vogelgrippe-Nachweis nun auch in Betrieb in OÖ

Oberösterreich
19.11.2025 11:33
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Nach dem bundesweit ersten Fall im Burgenland ist nun auch Oberösterreich betroffen: Bei einem Gänsebetrieb in Steyr wurden Fälle von Geflügelinfluenza festgestellt. Etliche Tiere sind bereits verendet, die restlichen müssen getötet werden. Schutz- und Überwachungszonen wurden eingerichtet.  

In einer Geflügelhaltung im Bezirk Steyr wurde am Mittwoch die hochpathogene Form der Geflügelinfluenza (H5N1) bestätigt. Am betroffenen Betrieb wurden laut Auskunft der Landesregierung 700 Gänse gehalten, etliche Tiere sind bereits verendet. Für das noch vorhandene Geflügel wurde vom Magistrat die schmerzfreie Tötung angeordnet.

Übertragung von Wildvögeln
Der Betrieb befindet sich in einem Gebiet in der Nähe der Enns, in dem in den letzten Wochen vereinzelt verendete Wildvögel positiv auf Vogelgrippe getestet wurden. Aufgrund einer Risikoanalyse der Österreichischen Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) wurde bereits am 3. November 2025 das gesamte Bundesgebiet zum Gebiet mit erhöhtem Geflügelpest-Risiko ausgerufen.

Tödlich für Vögel
Die Aviäre Influenza (Geflügelpest, Vogelgrippe) ist eine saisonal auftretende, anzeigepflichtige Tierseuche, die bei ihrem Auftreten eine schwerwiegende Erkrankung bei einer Vielzahl von Vögeln hervorruft und in der Folge zum Tod derselben führt. Dies gilt es sowohl aus Sicht des Tierschutzes als auch aus ökonomischen Gründen hintan zuhalten. Derzeit tritt der Stamm H5N1 auf. Im aktuellen Seuchengeschehen sind Erkrankungen nach Infektionen mit H5N1 in Europa beim Menschen bis jetzt nicht nachgewiesen worden. 

Rund 700 Gänse in dem Betrieb sind betroffen (Symbolbild).
Rund 700 Gänse in dem Betrieb sind betroffen (Symbolbild).(Bild: Philip Eissler)

Übertragung verhindern
Rund um die betroffene Haltung wird für mindestens 21 Tage eine Schutz- und mindestens 30 Tage eine Überwachungszone eingerichtet, um ein mögliches Vorkommen auch in anderen Haltungen rasch zu erkennen bzw. eine potenzielle Übertragung zu verhindern. Die Zonen inklusive der betroffenen Katastralgemeinden werden in den amtlichen Veterinärnachrichten veröffentlicht.

Erster Fall im Burgenland
Am 26. September 2025 wurde die hochansteckende Vogelgrippe bei Schwänen im Bezirk Feldkirchen in Kärnten nachgewiesen. Bedingt durch die Herbstmigration der Zugvögel und tieferen Temperaturen ist mit weiteren Ausbrüchen bei Wildvögeln zu rechnen. Dadurch steigt auch das Risiko einer Ansteckung bei Geflügelbetrieben und in Klein- und Hobbyhaltungen: So wurde in einer Kleinhaltung im Bezirk Neusiedl am See (Burgenland) am 17. November 2025 erstmals im laufenden Jahr bei gehaltenen Vögeln der Geflügelpest-Erreger HPAI H5N1 nachgewiesen.

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