„Ist das ein Witz?“

Politiker will Berg nach Donald Trump umbenennen

Ausland
28.01.2026 10:06

Seine Umfragewerte sind historisch schlecht. Doch für seine Anhänger gilt Donald Trump dennoch als der großartigste US-Präsident aller Zeiten – dem man Denkmäler im ganzen Land setzen sollte. Dazu zählt auch David Clark, ein Abgeordneter aus dem Bundesstaat Georgia.

Der Republikaner hat einen offiziellen Antrag gestellt, einen Berg in seinem Bezirk in „Trump Mountain“ umzubenennen – und den Namen eines legendären Cherokee-Häuptlings einfach auszulöschen.

Der Sawnee Mountain ist ein Berg, der von einem rund 400 Hektar großen Naturschutzgebiet umrundet ist. Das Wahrzeichen von Forsyth County ist nach dem indigenen Stammesführer Sawnee benannt, dessen Statue auf dem Berg steht. Der Cherokee-Häuptling wurde berühmt, weil er im Laufe des 19. Jahrhunderts vielen ersten Siedlern im Großraum Atlanta geholfen hatte.

„Sawnee war ein sehr freundlicher und großzügiger Mann. Aus Dankbarkeit für seine Hilfe gaben die Siedler dem Berg, auf dem Sie jetzt stehen, seinen Namen“, heißt es auf einer Gedenktafel. Sawnee und sein Stamm wurden 1838 während des sogenannten „Trail of Tears“ (Pfad der Tränen) von ihrem angestammten Land vertrieben und nach Westen zwangsumgesiedelt. Sein Leichnam soll jedoch in die Region zurückgebracht und dort beigesetzt worden sein. Legenden zufolge wandelt Sawnees Geist immer noch auf seinem Berg.

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Hab zuvor noch nie gehört von diesem Typen (Clark) ... aber plötzlich ist er überall! So macht man auf sich aufmerksam.

Facebooknutzer in einem Kommentar

Clark schert sich nicht um die Gefühle amerikanischer Ureinwohner und beharrt darauf, dass eine Umbenennung des Berges „die historische Bedeutung der Führung und des Vermächtnisses von Präsident Donald J. Trump würdigen“ würde. In seiner Resolution erklärte Clark, der Sawnee Mountain sei ausgewählt worden, um an die Bürgerversammlung zu erinnern, die Trump während seines Präsidentschaftswahlkampfs 2024 im Forsyth County abgehalten habe.

facebook.com/David Clark
facebook.com/David Clark(Bild: facebook.com/David Clark)

Die Reaktion auf Clarks Antrag war ein Shitstorm auf Social Media. Größtenteils wurden von Kritikern und politischen Gegnern des Präsidenten Kommentare gepostet, die zu anstößig sind, um diese zu zitieren.

Einige schlugen jedoch vor, auf der Spitze des Berges ein Epstein-Denkmal zu errichten. Ein weiterer User witzelte: „Wir sollten besser die nahegelegene Kläranlage nach Trump benennen.“

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Genau, dieser Vorschlag wird die Mieten wieder leistbar und Lebensmittel billiger machen. Gute Idee.

Facebooknutzer in einem (ironischen) Kommentar

„Das ist Satire, oder?“
Ein X-Benutzer namens „BillyD“ wies auf die Ironie der Aktion hin: „Der Berg wurde nach einem Cherokee-Häuptling benannt, der weißen Einwanderern geholfen hat, sich auf seinem Land anzusiedeln. Macht es Sinn, Sawnee durch einen weißen Präsidenten zu ‘ersetzen‘, der Jagd auf Einwanderer in unserem Land macht?“ Der einheitliche Tenor und die häufigsten Kommentare aber lautet einfach nur: „Das ist Satire, oder?“, „Ich hoffe, das ist ein Witz“ und „Verschwende nicht unsere Zeit mit so etwas!“

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Zwei Monate, vier Tage. Dann erst ist der erste April.

Facebooknutzer in einem Kommentar

Anklang und Befürwortung findet der Vorschlag kaum. Selbst ein eingefleischter Republikaner-Wähler aus Forsyth County schimpfte: „David Clark, wir haben genug andere Probleme in unserem Bezirk, um die du dich kümmern solltest, als Berge umzubenennen.“

Im Hintergrund der Berg, dessen eventuell baldige Umbenennung auf viel Kritik stößt.
Im Hintergrund der Berg, dessen eventuell baldige Umbenennung auf viel Kritik stößt.(Bild: creativecommons.org/Thomson200)

Konterfei bald auf Mount Rushmore?
Apropos Berg: Seit letztem Jahr läuft eine Kampagne von Trump-Anhängern, sein Gesicht am Mount Rushmore (Bundesstaat South Dakota) neben Abraham Lincoln, George Washington, Thomas Jefferson und Teddy Roosevelt hinzuzufügen.

Die republikanische Abgeordnete Anna Paulina Luna hatte einen Antrag im Kongress angekündigt: „Donald Trump ist wie die anderen vier einer der herausragendsten Präsidenten der USA und gehört in unseren Schrein der Demokratie auf Mount Rushmore“.

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