Schönste Wanderrouten

Herbstliche Gratwanderung in Bürserberg

Vorarlberg
07.11.2025 15:25

Vom etwas versteckt gelegenen Mottakopf geht es über den Tschalengagratweg nach Außerberg und wieder retour auf die Tschengla: eine abwechslungsreiche Tour für geübte Wanderer.

Über Bürserberg, auf dem sonnenverwöhnten Plateau der Tschengla, liegt der Startpunkt für eine aussichtsreiche Herbstwanderung, die mit landschaftlicher Vielfalt punktet. Die Route führt über den Mottakopf, entlang des felsigen Grats über den Tschalengagratweg nach Außerberg und von dort retour auf die Tschengla. Unterwegs wechseln sich Wiesen, Wälder und freie Höhen mit eindrucksvollen Panoramablicken ins Illtal und ins Große Walsertal ab.

Tipps & Infos

Typ: abwechslungsreiche Rundwanderung
Dauer: gut drei Stunden
Ausgangspunkt: Bushaltestelle „Dunzakreuzung“ im Gebiet Tschengla, Bürserberg
Anforderungen: Trittsicherheit, gute Grundkondition Ausrüstung: Schuhe mit guter Profilsohle, Tagesrucksack mit Getränk und Snack, dem Wetter angepasste Kleidung, bei Bedarf Wanderstöcke Einkehrmöglichkeiten: in Bürs und Bludenz
Öffentlicher Verkehr: Buslinie 581 ab Bludenz Bhf bis „Dunzakreuzung“

Los geht es beim „Schwabenhaus“ beziehungsweise direkt gegenüber bei der Bushaltestelle „Dunzakreuzung“ auf der Tschengla. Von dort führt der Weg zunächst etwa 50 Meter die Straße hinab. Beim Haus „Alpila“ zweigt links eine ansteigende, asphaltierte Straße ab, die bald in einen Schotterweg übergeht. Markierungen weisen die Richtungen nach Vilschena, Mottakopf und Außerberg. Es geht weiter, vorbei an den weitläufigen Steinkreisen, die von einer Reihe imposanter Lärchen umrahmt sind. Die Strecke verläuft in weiterer Folge durchs Plattenbachtobel und zum Ortsteil Vilschena, wo mehrere Maisäße malerisch in der Landschaft stehen.

Blick vom Mottakopf in Richtung Tschengla.
Blick vom Mottakopf in Richtung Tschengla.(Bild: Rubina Bergauer)
Ausblick vom Taschalengagratweg.
Ausblick vom Taschalengagratweg.(Bild: Rubina Bergauer)

Trittsicherheit ist erforderlich
Von dort steigt man durch ein Waldstück zum Mottakopf auf, einem schönen, etwas versteckt gelegenen Aussichtspunkt. An diesem Punkt beginnt dann der sogenannte Tschalengagratweg, benannt nach dem gleichnamigen Bergrücken. Der Pfad ist mit den Farben Weiß-Blau-Weiß markiert und gilt somit als alpiner Steig. Das vor allem darum, weil dieser teilweise nah an der Felskante entlangführt und daher Trittsicherheit voraussetzt. Durch natürliche Hindernisse wurde der Verlauf an einigen Stellen leicht vom Abhang weg verlegt, an manchen Abschnitten ist der Pfad auch nicht immer gleich zu erkennen. Unterwegs öffnen sich immer wieder eindrucksvolle Ausblicke ins Illtal und auf die gegenüberliegenden Bergketten. Zudem wandert man über goldbraun gefärbte Grashänge und unter dem herbstlichen Blätterdach der Bäume dahin, bis man schließlich im Gebiet von Außerberg wieder auf eine schmale Straße trifft. Dieser folgt man bis zu einem Bauernhaus.

Ruprechtskraut

Das Ruprechtskraut trägt auch den wenig schmeichelhaften Namen „Stinkender Storchenschnabel“ und ist eine weit verbreitete ein- bis zweijährige Pflanze aus der Familie der Storchschnabelgewächse. Man findet es in krautreichen Wäldern, in Schluchten und Auen, auf Lichtungen, Geröllhalden und am Rand von Hecken. Generell bevorzugt das Ruprechtskraut schattige bis halbschattige Standorte. Charakteristisch sind die zarten, gefiederten Blätter. Sie sind wie die Stängel reichlich behaart und enthalten ein ätherisches Öl, dessen Geruch oft als unangenehm wahrgenommen wird. Diesem verdankt die Pflanze ihre volkstümliche Bezeichnung. Von Mai bis Oktober erscheinen die kleinen, leuchtend rosafarbenen Blüten mit fünf Kronblättern, die zahlreiche Insekten, darunter vor allem Honigbienen, Wildbienen und Schmetterlinge, anlocken. Nach der Blüte bilden sich die typischen, schnabelartig verlängerten Früchte, die an den Kopf eines Storches erinnern und namensgebend für die gesamte Gattung sind. Die Bezeichnung Ruprechtskraut geht vermutlich auf den Heiligen Ruprecht zurück, der als Schutzpatron der Kräuter gilt. In der Volksmedizin fand die Pflanze früher oft Verwendung, da ihr blutstillende, entzündungshemmende und wundheilende Eigenschaften zugeschrieben wurden.

„Stinkender Storchenschnabel“ oder Ruprechtskraut.
„Stinkender Storchenschnabel“ oder Ruprechtskraut.(Bild: Rubina Bergauer)

Wer möchte, kann nun einen Abstecher zu einem kleinen, aber eindrucksvollen Wasserfall unternehmen, der vom herabstürzenden Plattenbach gebildet wird. Zurück beim Bauernhof nimmt man die Steigung über den Fürkeleweg in Angriff, welcher schließlich in den Mottawaldweg mündet. Dieser Teil der Wanderung geht noch einmal gehörig in die Beine, ist landschaftlich aber sehr reizvoll, da man an abgeschiedenen Hütten sowie einem Wildbach vorbeikommt. Der Mottawaldweg führt einen wieder zu den Steinkreisen und damit zurück auf die Tschengla. Danach ist man in rund 20 Minuten beim Ausgangspunkt angelangt.

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