Am besten lernt man seinen zukünftigen Lehrberuf direkt in der Praxis kennen: In einer NÖ-Berufsschule zeigten die Lehrlinge, was sie können: sei es Trachtenfrisuren, Weinbau oder ein Sauschädl-Essen.
Früher hatte jede Familie am Land ihr eigenes Schwein. Mit der Familie kamen Nachbarn und Freunden zusammen, um das Tier mit eigenen Händen zu schlachten und anschließend zu feiern. Natürlich durftenm Blunzn, Kesselfleisch, Grammeln sowie ein Glas Most nicht fehlen. Das Schlachtfest – in Österreich liebevoll „Sautanz“ getauft – ist nicht vielleicht nicht mehr Gang und Gebe. Aber regionales Handwerk, das damals essentiell war, ist heute nach wie vor wichtig.
Wir wollen zeigen, dass Tradition modern sein kann.

Claus Tampier, Direktor Berufsschule Geras
Bild: Attila Molnar
Sautanz als „Tag der offenen Tür“
Die Berufsschule Geras möchte diesen Gedanken in die Gegenwart holen: „Was früher der Hof und der Dorfplatz waren, ist heute die Schulküche, der Friseursalon oder der Verkostungsstand“, heißt es daher beim ersten „Waldviertler Sautanz“, der mit Erfolg über die Bühne ging. Dabei wurde tatsächlich Fleisch sorgsam zerlegt, gegrillt und anschließend serviert. Die Idee dahinter: Statt einem theoretischen „Tag der offenen Tür“ für die künftigen Schüler wurden die Lehrberufe praktisch vorgestellt.
Der Plan von Direktor Claus Tampier ging auf: Schon am Vormittag strömten an die 100 Jugendlichen zu den Führungen durch die Schule. Das dortige Angebot an Lehrberufeen ist vielfältig: Einzelhandelskaufmann, Friseur/Stylist, Gastronomiefachmann, Koch, Restaurantfachmann oder Verwaltungsassistent sind nur einige der Optionen für junge Menschen.
Schüler wurden live geschminkt
Ländliche Regionen wie das Waldviertel sind immer mehr mit einer Abwanderung der jungen Generation konfornitert. „Solche Veranstaltungen machen aber sichtbar, wie vielfältig unsere Lehrberufe sind“, betont eine Lehrkraft der Schule. Beim „Sautanz“ waren auch regionale Betriebe mit dabei, um mit ihren zukünftigen Lehrlingen ins Gespräch zu kommen. Ein Highlight nebem dem brutzelnden Fleischspezialitäten: Unter dem Motto „Frisuren & Make-up zu Trachtenoutfits“ wurden Modelle live geföhnt, geschminkt und gestylt.
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