Prozess schon vertagt

Benko bekennt sich nicht schuldig – und schweigt!

Tirol
14.10.2025 11:15

Am Dienstag stand der einstige Immobilienjongleur und Milliardenpleitier René Benko am Landesgericht Innsbruck vor Gericht – wenn auch nur kurz. Bereits um 11 Uhr wurde der Prozess in einem verhältnismäßig „kleinen“ Verfahrenskomplex vertagt. Die „Krone“ verfolgte das Verfahren vor Ort, alle Entwicklungen des Vormittags können Sie hier nachlesen. 

Das Wichtigste im Überblick:

  • Benko hat sich am Dienstag im ersten Verfahren nach der Signa-Pleite nicht schuldig bekannt. 
  • Die WKStA wirft ihm betrügerische Krida vor. Benko soll mittels einer Mietvorauszahlung Vermögen vor seinen Gläubigern verborgen haben.
  • Benkos Verteidiger sprach in einem sehr emotionalen Eröffnungsplädoyer von „Themenverfehlungen“. Die Familienstiftung der Benkos sei „kein Geldbunker“. 
  • Die Verhandlung ist auf zwei Tage angesetzt, am Mittwoch soll der Großteil der Zeugen gehört werden. 
  • Da am Dienstag keine Zeugen mehr verfügbar waren und Benko keine weiteren Fragen beantworten wollte, wurde schon nach 2 Stunden wieder vertagt. 

Weil der mutmaßliche Schaden von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft mit 667.566 Euro beziffert ist, drohen dem Signa-Gründer ein bis zehn Jahre Haft. 

Der erste Komplex der Anklage betrifft die Villa der Benkos auf der Hungerburg, die als neuer Familiensitz dienen sollte, und Mietvorauszahlungen für ebendiese. Der zweite Komplex der Anklage bezieht sich auf eine Zahlung Ende November 2023 an seine Mutter.

René Benko deutlich erschlankt vor Gericht.
René Benko deutlich erschlankt vor Gericht.(Bild: Christof Birbaumer)

Alle Ereignisse des ersten Prozesstages gegen René Benko hier zum Nachlesen!

Bilder: Großer Andrang vor und im Landesgericht Innsbruck vor dem Benko-Prozess

René Benko vor Gericht in Innsbruck
René Benko vor Gericht in Innsbruck(Bild: Christof Birbaumer)
(Bild: Christof Birbaumer)
(Bild: Anja Richter)
(Bild: Christof Birbaumer)
(Bild: APA/BARBARA GINDL)
(Bild: Christof Birbaumer)
(Bild: Christof Birbaumer)
(Bild: Christof Birbaumer)
(Bild: Christof Birbaumer)
(Bild: Christof Birbaumer)
(Bild: Christof Birbaumer)
(Bild: Christof Birbaumer)
(Bild: APA/BARBARA GINDL)
(Bild: APA/BARBARA GINDL)

Der Niedergang von René Benkos Signa-Gruppe hatte die größte Pleite der europäischen Nachkriegsgeschichte verursacht. Seit dem Zusammenbruch des einstigen Immobilienkonzerns Ende 2023 wurde über das Vermögen von insgesamt 156 Gesellschaften ein Insolvenzverfahren eröffnet, 138 in Wien und 18 in Innsbruck. Alleine heuer meldeten 99 der über eintausend Signa-Gesellschaften Insolvenz an. 

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