Hilfe bei Verlust

Sie sind mit und in Ihrer Trauer nicht alleine!

Burgenland
06.11.2025 11:00

Der Tod gehört zum Leben dazu. Trotzdem ist er, wenn es einen der eigenen Lieben erwischt, eine Endgültigkeit, mit dem man klarkommen muss. In Frauenkirchen gibt es seit Juni einmal im Monat einen Stammtisch, wo sich Betroffene austauschen können. 

Gleich mal vorne weg: Der Stammtisch ist keine „Sudergruppe“. Im Gegenteil. Es ist ein geschützter Raum, in dem Hinterbliebene erfahren können: Hey, ich bin in meiner Trauer nicht alleine. Dem oder der geht es genauso wie mir! „Wir sind auch keine Beratungsgruppe. Man kann etwas sagen, muss aber nicht. Alles ist gut und darf sein. Wenn jemand nur zuhören möchte, genauso gut, wir sind da und bieten den Rahmen.“ 

Ins Leben gerufen hat das monatliche Treffen Cornelia Wachtler aus Frauenkirchen. Ihr männliches „Beiwagerl“ beim Trauer-Stammtisch ist Wolfgang Gross aus Mönchhof. Cornelia Wachtler arbeitet in der Hauskrankenpflege und hat eine Hospiz- und Palliativausbildung gemacht. Auch im täglichen Beruf ist sie immer wieder mit Sterbebegleitung konfrontiert. Wolfgang Gross wiederum ist gerade in Ausbildung zum Psychotherapeuten und wollte Gruppenerfahrung sammeln. „Und schon waren wir ein Team“, schmunzelt die beiden. Und zwar ein Team, das sich auch gegenseitig stützt. „Denn so ein Thema geht auch an uns nicht spurlos vorbei. Wir sind Menschen und keine Maschinen“, verraten sie. 

Tabuthema Tod 
Seit Juni gibt es immer am ersten Samstag im Monat von 17 bis 18.30 Uhr den Stammtisch, der einmal besser und einmal schlechter besucht ist. „Anmelden muss man sich nicht, einfach vorbeikommen, wir sind ohnehin da“, fordern Conny und Wolfgang auf. Wo? Im Entlastungszentrum in Frauenkirchen. 

Noch ist das Thema Tod und Trauer ein Tabuthema. „Vor allem jüngere Leute vermissen wir beim Stammtisch“, so die beiden. Den Grund vermuten sie darin, dass gerade bei jüngeren Leuten der Tod ganz weit weggeschoben wird. „Tatsache ist aber, dass er dazu gehört. Schon wenn wir geboren werden, ist klar, irgendwann werden wir auch sterben. Trifft es dann junge Leute, ist der Schock besonders groß und gerade Freunde oder Geschwister bräuchten dann Hilfe, trauen sich aber nicht, vorbeizukommen“, weiß Cornelia Wachtler. 

Stirbt ein geliebter Mensch fühlt, man sich hilflos, alleine, ohnmächtig. Der Boden wird einem förmlich unter den Füßen weggezogen, nichts ist mehr so wie es war. „Es ist einfach ein einschneidendes Erlebnis, mit dem jeder anders umgeht. Wir wollen auf alle Fälle einen geschützten Raum bieten, wo man sich austauschen kann“, so Conny Wachtler und Wolfgang Gross. 

Wer Kontakt mit Cornelia Wachtler aufnehmen möchte, kann das gerne unter corneliawachtler28@gmail.com tun. Ansonsten: Einfach am ersten Samstag im Monat vorbeischauen und mitplaudern. Es wird Ihnen guttun! 

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