Gewalt am Bahnhof

Acht Jahre Haft nach Angriff mit elf Fußtritten

Gericht
16.09.2025 16:14

Nach einem Gewaltexzess am Salzburger Hauptbahnhof bestritt ein massiv vorbestrafter Rumäne den Vorwurf des Mordversuches. Bei der Fortsetzung des Prozesses erkannten die Geschworenen aber eine absichtlich schwere Körperverletzung. Der 38-Jährige soll jetzt acht Jahre im Gefängnis absitzen.

Der massiv vorbestrafte Angeklagte hat ein deutliches Aggressionsproblem. Kameras filmten ihn am 25. Oktober 2024, als er bei einer Bushaltestelle beim Salzburger Hauptbahnhof mit zwei Komplizen auf einen Mann bis zur Bewusstlosigkeit eindrosch. Obwohl das Opfer regungslos am Boden lag, trat er noch zu – elfmal, wie es in der Anklage heißt. Diese exzessive Gewalt wertete die Staatsanwaltschaft als versuchten Mord. Den Vorwurf aber bestritt der Rumäne bereits zu Prozessbeginn Anfang April und verwies auf den Alkohol: Seiner Meinung nach seien es auch nur vier Fußtritte gewesen.

Saß in Rumänien schon in Haft
Dabei war der Angeklagte schon einmal wegen versuchter, vorsätzlicher Tötung zu vier Jahren Gefängnisstrafe verurteilt worden – in seinem Heimatland im Jahre 2018. Damals war das Opfer sein eigener Bruder. „Weil er nicht arbeiten gehen wollte“, erklärte der 38-Jährige im Landesgericht Salzburg.

Nach seiner Haftzeit kam er nach Österreich, und sammelte bis jetzt schon vier Vorstrafen. Bei der Fortsetzung des Prozesses am Dienstag wurden noch mehrere Zeugen angehört. Letztlich verneinten die acht Laienrichter aber einen versuchten Mord und erklärten den Gewalttäter der absichtlich schweren Körperverletzung für schuldig. Aufgrund der Vorstrafen setzte es acht Jahre unbedingte Haft. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. 

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