Ein 28 Jahre alter Kosovare hatte mit Cannabis und Kokain gedealt. Im November des vergangenen Jahres wurde er verhaftet, nun musste er sich vor dem Landesgericht Feldkirch verantworten.
In welchen Mengen und mit welcher Frequenz der Angeklagte in der Vergangenheit Drogen vertickt hatte, konnte von Seiten der Staatsanwaltschaft nicht festgestellt werden. Wohl aber, dass der in Dornbirn wohnhafte Kosovare zumindest Ende letzten Jahres in dem Business ziemlich aktiv war.
Am 11. Oktober hatten Polizeibeamte in einem beim ÖAMTC Dornbirn abgestellten Audi mit deutschen Kennzeichen einen Reisetrolley sowie einen Rucksack mit knapp 79.000 Euro, vier Kilogramm Cannabis und ein Kilo Kokain sowie eine Suchtgiftwaage sichergestellt. Die Spurenauswertung durch das Landeskriminalamt führte schlussendlich zum Angeklagten, der an besagtem Tag mehrmals versucht hatte, sich Zugriff zum sichergestellten Auto auf dem ÖAMTC-Parkplatz zu verschaffen.
„Wollte mit Zeug nichts mehr zu tun haben“
Vor dem Haft- und Untersuchungsrichter gab der 28-Jährige zwar zu, von den Drogen im Kofferraum gewusst zu haben. Er behauptete allerdings, an jenem Abend lediglich deshalb wiederholt zum Auto gegangen zu sein, um die Jacke seiner Freundin aus dem Wageninneren zu holen.
Mit dem „Zeugs“ – damit meinte der Angeklagte die Drogen – wollte er allerdings nichts mehr zu tun haben. Die Suchtmittel hätten dem Fahrzeugbesitzer gehört. Was wiederum der als Zeuge geladene und aus dem Milieu amtsbekannte Deutsche in seiner Einvernahme bestreitet und dem Angeklagten erneut den schwarzen Peter zuschiebt.
Nach kurzer Beratung spricht die vorsitzende Richterin Franziska Klammer den Kosovaren wegen der Verbrechen des Suchtgifthandels und der Vorbereitung zum Suchtgifthandel schuldig und verhängt eine zweijährige Haftstrafe über ihn. Hinzu kommt noch ein Verfallsbetrag in Höhe von 78.720 Euro. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.
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