60 Jahre Kultfilm

Die Welt feiert „Sound of Music“ – nur wir nicht

Kultur
28.08.2025 15:23

Rund um den Globus ist er Kult, er spielt sogar in Österreich – aber hierzulande kennt ihn kaum jemand. Der Film „The Sound of Music“ feiert heuer seinen 60. Geburtstag. Grund genug für die internationale Presse, den Kultfilm zu loben – und sich über die Österreicher zu wundern.

„Generationen von Amerikanern sind von diesem Film besessen“, schreibt die US-Zeitung „New York Times“. Für die Österreicher gilt das wohl eher nicht. Das wiederum können internationale Medien nicht fassen. Sie können nicht verstehen, wie unpopulär der Film aus dem Jahr 1965 in der Alpenrepublik ist und feiern „The Sound of Music“ dafür umso mehr.

Kurz zur Auffrischung: In dem Film verließ Maria das Kloster, um die sieben Kinder des Barons von Trapp zu hüten. Maria heiratet den Baron und erhellt das Leben der Familie mit ihrem Gesang. Die Familie Trapp flieht später vor den Nazis in die Vereinigten Staaten. Der Film beruht zwar auf einer wahren Geschichte, es wurden aber einige Details verändert.

Hier sehen Sie den Trailer des Films:

„Als Kind habe ich ,The Sound of Music‘ so oft gesehen, dass ich fast 20 Jahre lang eine Pause von diesem Film gemacht habe, damit er wieder seine Faszination zurückgewinnen konnte“, schreibt ein Redakteur in der britischen Zeitung „Guardian“. Es gibt zwar keine offiziellen Zahlen, aber vermutlich geht es nur wenigen Österreichern so wie dem Redakteur.

„Edelweiß“ als Nationalhymne?
Allerdings ist den Österreichern zugute zu halten: Die Originalsprache des Films ist Englisch. Da ist es auch zu verzeihen, dass das im Film gleich mehrere Male angestimmte Lied „Edelweiß“ hierzulande nicht so bekannt ist. Einer österreichischen Kandidatin bei der Sendung „Wer wird Millionär?“ konnte bei der Frage nach dem Lied nicht einmal mehr der Telefonjoker helfen – beide kannten das Lied nicht. Anders schaut es in den USA aus: Der ehemalige US-Präsident Ronald Reagan hielt „Edelweiß“ sogar für die österreichische Bundeshymne.

Doch woran liegt es jetzt, dass die Österreicher sich dem „Sound of Music“ Hype nicht angeschlossen haben? Die britische Zeitung „Telegraph“  erklärt es wie folgt: Die Österreicher halten „The Sound of Music“ für eine Neuverfilmung. Denn zehn Jahre vor der Veröffentlichung des Films war die Geschichte der Familie Trapp schon in einem deutschsprachigen Film erzählt worden – mit echten österreichischen Volksliedern.

Touristenmagnet Salzburg
Jedes Jahr strömen zahlreiche Fans des Films nach Salzburg und schauen sich die Drehorte des inzwischen 60 Jahre alten Streifens an. Viele der Besucher haben lange darauf gewartet, endlich die Orte zu besuchen, die sie schon aus dem Film kennen: Schloss Leopoldskron, Mozart-Steg, Mirabellgarten. „Ich bin damit aufgewachsen“, erzählte Touristin Julie aus dem US-Staat Oregon und outete sich als richtiger Fan: Wenn sie eine Tochter bekommen hätte, würde die Maria heißen.

Die internationalen Zeitungen werden nicht müde zu erwähnen, wie schön und idyllisch es in Salzburg ist – und wie viele US-amerikanische Touristen sich auf die Spuren des Films begeben.

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