Wie zuletzt im verlorenen Schlüsselspiel in Schweden setzte Koller vor der Abwehr auf Aleksandar Dragovic. Im Vergleich zu Stockholm gab es in der Startformation fünf Änderungen. Ivanschitz und Philipp Hosiner ersetzten in der Offensive die gesperrten Marko Arnautovic und Marc Janko, Heinz Lindner vertrat im Tor den angeschlagenen Robert Almer. Dazu erhielten Florian Klein und Veli Kavlak den Vorzug gegenüber György Garics und Zlatko Junuzovic.
Koller hatte in Spiel eins nach dem WM-Aus hundertprozentigen Einsatz gefordert. Sein Team tat sich auf dem Kunstrasen in Torshavn vor der Pause aber schwer. Der Abwehrriegel der zweikampfstarken Färinger war vor 3.500 Zuschauern kaum zu knacken, dazu gesellten sich Fehler im Spielaufbau und immer wieder Unsicherheiten bei Standardsituationen.
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Ivanschitz trifft an seinem 30. Geburtstag
Alaba klopfte nach Doppelpass mit Ivanschitz mit einem ersten Schuss an (6.), das 1:0 war ein Geschenk von Gunnar Nielsen. Nach einer Hereingabe von Martin Harnik misslang Ivanschitz zwar die Ballannahme. Weil der Ball aber auch dem Färöer-Keeper unter dem Körper durchrutschte, durfte der Burgenländer an seinem 30. Geburtstag einschießen. Es war sein zwölftes Tor im 65. Länderspiel.
Auf der Gegenseite rettete Kavlak bei einem Schuss von Christian Holst vor der Linie, Lindner packte den Abpraller (23.). Dazu musste sich der Austria-Keeper gegen Pol Justinussen auszeichnen (39.). Ein Freistoß von Suni Olsen ging knapp über das Tor (44.). Nach Seitenwechsel hatten die Österreicher die Begegnung besser im Griff, ein erster Volley von Harnik wurde aber abgeblockt (46.).
Doppelschlag durch Prödl und Alaba
Harnik hatte bereits das 2:0 auf dem Fuß, legte nach Alaba-Zuspiel im Konter aber noch einmal für Ivanschitz auf, der den Ball nicht im Tor unterbrachte (57.). Innenverteidiger Prödl machte es besser, verwertete einen Corner von Ivanschitz trocken ins linke Eck. Nur drei Minuten später legte Alaba nach Foul von Benjaminsen an Harnik nach. Der Bayern-Star traf vom Elfmeterpunkt unhaltbar ins Kreuzeck.
Der eingewechselte Marcel Sabitzer traf die Stange (77.), die Hausherren drängten im Finish vergeblich auf den Ehrentreffer. Schon im Hinspiel im März in Wien hatten sich die Österreicher souverän mit 6:0 durchgesetzt.
Für Koller könnte es die Abschiedsvorstellung gewesen sein. Der Vertrag das Schweizers läuft mit Jahresende aus, noch hat er sich mit dem ÖFB auf keine Verlängerung geeinigt. ÖFB-Präsident Leo Windtner dementierte zwar eine offizielle Anfrage des 1. FC Nürnberg, Koller soll auf der Wunschliste des trainerlosen deutschen Bundesligisten aber ganz oben stehen.








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