3000. Museumsführung

Eine Legende macht Geschichte unvergesslich

Burgenland
18.05.2025 11:00

Der humorvolle Museumsführer Helmut Sillner erzählt die Kurgeschichte in Bad Tatzmannsdorf seit 35 Jahren. Jeden Sonntag. Für den 94-Jährigen handelt es sich stets um Zeitreisen, wenn er den Gästen die südburgenländische Welt erklärt.

Heute, Sonntag, wurde im Kurmuseum in Bad Tatzmannsdorf ein ganz besonderes Kapitel in der Geschichte des Hauses aufgeschlagen: Helmut Sillner, der Kustos und Gründer der historischen Sammlung, leitete seine 3000. Führung durch die traditionsreiche Vergangenheit.

Eine Region lebendig gemacht
Mit stolzen 94 Jahren steht Helmut Sillner noch immer hoch motiviert vor seinen Besuchern. Voller Eifer macht er die Geschichte des Kurortes und der ganzen Region lebendig. „In einer Zeit, in der kulturelles Erbe oft zu wenig Beachtung findet, ist Helmut Sillner seit Jahrzehnten ein unermüdlicher Botschafter unserer burgenländischen Tradition“, lobte Landesrat Leonhard Schneemann. Als Gründer des Kurmuseums habe er es stets verstanden, die 400-jährige Geschichte des Kurortes nicht nur zu bewahren, sondern auch die Hintergründe detailreich allen interessierten Wegbegleitern zu offenbaren. Schneemann gratulierte ihm zu seiner 3000. Führung.

Verliebt in einen Kurort
Vor 60 Jahren fand Helmut Sillner seine Wahlheimat in Bad Tatzmannsdorf, als er mit Frau und Kind aus Wien übersiedelt ist. „Ich habe mich in den Kurort verliebt“, verrät er. Sein Arbeitsplatz blieb die Bundeshauptstadt, der leitende Sonderpädagoge pendelte jahrelang.

Sympathischer Entertainer
 Das Kurmuseum im Quellenhof des heutigen Reduce-Gesundheitsresorts öffnete offiziell am 30. November 1990 seine Pforten. Die erste Führung hatte Sillner bereits am 8. September absolviert. Seither hat er die Sammlung stetig ausgebaut, mit historischen Dokumenten, Fotografien und Exponaten bereichert. Sillner ist weit mehr als ein Kurator, er ist Entertainer und Gästekommunikator. Seine humorvollen Touren sind legendär. Der sympathische Museumsführer versteht es, seine Zuhörer immer wieder aufs Neue zu faszinieren.

Fragen über Fragen
Warum wurde einst empfohlen, täglich 16 Seidel Sauerwasser zu trinken? Was hat es mit dem geheimnisvollen Licht bei den Quellen auf sich? Solchen Fragen geht der engagierte Historiker voller Tatendrang auf den Grund. Ans Aufhören denkt der vitale 94-Jährige noch lange nicht. Seine Leidenschaft für Bewegung spiegelt sich in der Begeisterung für den Radsport wider: „In der Lebensfreude steckt viel Kraft.“

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