Angespannte Situation

Steigende Zahlen: Fast 400.000 arbeitslos

Wirtschaft
01.04.2025 11:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die schwierige wirtschaftliche Lage in Österreich spiegelt sich auch am Arbeitsmarkt wider. Im März ist die Zahl der Arbeitslosen weiter gestiegen. Knapp 400.000 Menschen waren Ende des Monats beim Arbeitsmarktservice (AMS) arbeitslos oder in Schulung gemeldet – um 7,4 Prozent mehr als im März 2024.

Die Arbeitslosenrate per Ende März erhöhte sich um 0,5 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent. Die Arbeitslosigkeit steige aber „nicht so stark, wie es die wirtschaftlich angespannte Situation erwarten ließe“, sagt AMS-Vorstand Johannes Kopf in einer Stellungnahme. „Besonders vom konjunkturellen Tief betroffen“ seien weiterhin die Industrie und der Handel, so Kopf.

Laut heute veröffentlichten Zahlen waren Ende März rund 397.100 Personen beim AMS arbeitslos oder in Schulung gemeldet, davon waren 316.300 arbeitslos und rund 80.700 in Schulungsmaßnahmen des AMS. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer um 7,4 Prozent – also 27.400 Personen – gestiegen.

Hier sehen Sie Daten zur Arbeitslosigkeit im Detail:

Bei ausländischen Personen und Frauen stieg die Arbeitslosigkeit am stärksten an. Am wenigsten deutlich fiel der Anstieg bei inländischen Personen aus. Auffällig ist außerdem: Die sofort verfügbaren offenen Stellen sanken Ende März im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11,1 Prozent auf 81.740. Der ÖVP-Wirtschaftsbund erfasst in seinem Stellenmonitor alle Jobportale und verzeichnete mit 145.118 offenen Stellen „einen neuen Tiefstand“.

Arbeitslosenquote niedriger als vor Corona-Pandemie
Die seit 2023 andauernde Rezession in Österreich hinterlässt deutliche Spuren am Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenzahlen steigen in Österreich seit April 2023.

Hier sehen Sie die Arbeitslosenquote in Österreich seit 2013:

Die Wirtschaftsforscher vom Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) und Institut für Höhere Studien (IHS) erwarten eine Konjunkturaufhellung ab Sommer. Die Arbeitslosenzahlen sinken bei einem Wirtschaftsaufschwung aber meist erst zeitverzögert.

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