Der starke Lauf des WAC könnte schon am Sonntag gegen Blau-Weiß Linz zu einer neuen Vereins-Sternstunde führen: Sowohl der Punkte- als auch Sieg-Rekord im Grunddurchgang kann fallen! Die Wolfsberger selbst lässt es kalt, dass man aktuell als ernster Titelanwärter gilt. Und: WAC-Präsident Dietmar Riegler will Kärnten wieder einen Zweitligisten „schenken“.
Die Kanoniere geben sich die Ehre! Abgesehen vom 3:3 in Tirol fegt der WAC seit 24. November ja fast schon durch die Liga: Sieben Spiele, sechs Siege, keine Niederlage, imposante 20:8 (!)-Tore – dank dem gewaltigen Schnitt von drei Toren pro Frühjahrsspiel. Ein Sensationslauf, der schon am Sonntag (17 Uhr) gegen Blau-Weiß Linz in einer neuen Vereins-Sternstunde gipfeln kann: So greifen die Wölfe bereits am vorletzten (!) Spieltag nach einem neuen Sieg- und Punkterekord für den Grunddurchgang.
Übrigens: Um nach der Punkteteilung mit dem Maximum in die Meisterrunde zu starten, müsste WAC sowohl gegen die Linzer als auch nächste Woche in Salzburg gewinnen – dann würde man 21 Punkte mitnehmen, schlechtestenfalls zwei Zähler hinter Platz 1 liegen. . .
„Ich habe nie, bei keinem Klub, gerechnet – ich tu’s auch jetzt nicht. Ich weiß nur: Blau-Weiß ist sehr unangenehm zu spielen, gibt kein Spiel auf – also darf keiner glauben, dass es den Sieg im Vorübergehen geben wird. Wir werden einmal mehr eine gute Leistung brauchen“, sagt Kühbauer.
Ballo hat gute ÖFB-Chancen
Der WAC-Coach könnte demnächst möglicherweise ja sogar einen ÖFB-Teamspieler in seinen Reihen haben. Denn am Dienstag gibt Teamchef Ralf Rangnick den Kader für Nations-League-Doppel gegen Serbien bekannt – und Thierno Ballo hat definitiv gute Chancen, dabei zu sein.
Wir scherzen in der Kabine drüber. Natürlich dürfen die Fans träumen, aber wir wissen auch, dass es bessere Teams gibt, Teams, die mehr Möglichkeiten als wir haben.
Dominik Baumgartner
Wie die Spieler damit umgehen, dass man mittlerweile schon als ernstzunehmender Titelkandidat gilt? Kapitän Dominik Baumgartner: „Wir scherzen in der Kabine drüber. Natürlich dürfen die Fans träumen, aber wir wissen auch, dass es bessere Teams gibt, Teams, die mehr Möglichkeiten als wir haben. Aber natürlich wollen wir unseren Flow unbedingt aufrecht erhalten.“
Einen Meistertitel könnte der WAC auch mit seinen Amateuren feiern – in der Regionalliga Mitte. Denn die “Jungwölfe“ sind voll im Aufstiegskampf. Der Zweitplatzierte Leoben manövrierte sich ja aufgrund des Konkurses selbst raus, vom aufstiegswilligen Leader Hertha Wels sind die Lavanttaler als Dritter nur drei Punkte entfernt. Wallern (4.) und Oedt (5.) haben keine Ambitionen.
Und so unterstreicht Wolfsbergs „Big Boss“ Dietmar Riegler – nach dem erstmaligen Antrag bei der Bundesliga für die Zulassung für die 2. Liga – noch einmal die Ambitionen seiner zweiten Mannschaft. „Der Aufstieg ist unser Ziel. Wenn es heuer schon klappt, nehmen wir das gerne mit. Spätestens im nächsten Jahr aber will ich mit den Jungs in der 2. Liga sein“, betont Riegler.
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