Wiener Schutzengel arbeiteten im Februar nach einem medizinischen Notfall von außergewöhnlichem Ausmaß perfekt Hand in Hand und machten so aus einem Drama eine Geschichte mit einem guten Ende.
Manchmal hängt das Leben an Sekunden. Rajko Nikolic hat das am eigenen Leib erfahren. Der 63-Jährige aus Hietzing erlebte am 19. Februar einen dramatischen Morgen, der alles hätte beenden können – und doch wurde er dank eines perfekt funktionierenden Notfallsystems gerettet. Es begann mit plötzlichen Brustschmerzen. Herr Nikolic wusste, dass etwas nicht stimmte, und rief selbst den Rettungsdienst. Nur fünf Minuten danach waren die Sanitäter des Samariterbunds zur Stelle.
Ein Herzstillstand nach dem anderen
Doch noch bevor der Transport überhaupt beginnen konnte, erlitt Nikolic nicht nur einen, sondern gleich zwei Herzstillstände. Die Ersthelfer des Samariterbundes begannen sofort mit der Wiederbelebung – ein Wettlauf gegen die Zeit. „Nach dem ersten Herzstillstand hat er sich noch bei uns bedankt, dass wir ihn zurückgeholt haben“, erzählt Nick Janda vom Arbeitersamariterbund.
Die Wiener Berufsrettung traf kurz darauf mit einem Notarzt und einem Rettungshubschrauber ein. Die Zeit drängte. Rajko wurde in die Klinik Floridsdorf geflogen, wo bereits ein Team von Kardiologen auf ihn wartete. Dr. Thomas Publig erinnert sich genau an diesen außergewöhnlichen Einsatz: „Noch im Aufzug erfolgte die Übergabe von den Notärzten der Rettung an uns.“ Schnelligkeit war nun alles – binnen zehn Minuten war das verschlossene Gefäß mit einem Stent wieder geöffnet.
Eine Woche verbrachte Rajko Nikolic auf der Intensivstation, bevor ihm ein Herzschrittmacher eingesetzt wurde. Diese Woche konnte er das Krankenhaus verlassen – auf eigenen Beinen. Sein Überleben verdankt er nicht nur seiner eigenen schnellen Reaktion, sondern vor allem der nahtlosen Zusammenarbeit von Samariterbund, Wiener Rettung und der Klinik Floridsdorf. Sie sind unsere Wiener der Woche.
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