06.08.2013 22:37 |

CL-Qualifikation

"Bullen" unterliegen starker Fenerbahce-Elf 1:3

Die vielen vergebenen Chancen von Red Bull Salzburg beim 1:1 im Hinspiel haben sich in der Champions-League-Qualifikation am Dienstagabend letztlich doch noch gerächt – die "Bullen" sind einer im Vergleich zur Vorwoche stark verbesserten Elf von Fenerbahce Istanbul vor rund 45.000 Zuschauern mit 1:3 unterlegen und damit ausgeschieden.

Den Salzburger Gästen gelang ein Start wie aus dem Bilderbuch, als Jonathan Soriano nach bereits drei Minuten zum 0:1 einschob. Andreas Ulmer hatte nach einem Vorstoß Kevin Kampl ideal per Lochpass bedient - und der slowenische Teamspieler legte per Querpass perfekt auf für den in der Mitte lauernden Kapitän, der den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Allerdings übersah der Schiedsrichter dabei ein klares Foulspiel von Alan, der einen Fenerbahce-Gegenspieler im Strafraum niederstieß und damit die Bahn für seinen Angriffskollegen erst freimachte.

Die Türken fanden allerdings durch einen Tausendguldenschuss von Raul Meireles (8.) aus 20 Metern sofort eine Antwort. Doch damit gaben sich die Kicker von Fenerbahce nicht zufrieden: In Minute 17 präsentierte sich Starstürmer Moussa Sow blendend aufgelegt, als er ein weites Zuspiel von Dirk Kuyt elegant annahm und nach einer geschmeidigen Drehung ins lange Eck einschoss.

Fenerbahce mit bestechender Chancenauswertung
Während es die Salzburger in der Folge nicht verstanden, ihre teilweise guten Chancen in Zählbares umzumünzen, klingelte es 17 Minuten später erneut im Salzburger Kasten: Pierre Webo nutzte einen Fehler in der Salzburger Hintermannschaft und traf nach Sow-Assist über "Bullen"-Keeper Peter Gulacsi hinweg zum 3:1. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff hatten die Salzburger dann noch eine Doppelchance aufs 2:3, doch weder Alan allein vor "Fener"-Keeper Volkan Demirel noch Marco Meilinger im Nachschuss trafen.

In der zweiten Spielhälfte konzentrierten sich die Fenerbahce-Kicker darauf, den Sieg nicht mehr unnötig in Gefahr zu bringen. Gegen die nunmehr defensiver agierenden Türken kam Salzburg nicht mehr wirklich ins "Rollen" – und bei einigen Chancen, die die "Bullen" vorfanden, präsentierte sich Volkan Demirel in Überform. Zudem kam der letzte Pass zumeist nicht an - und falls doch, fehlte wieder die Klasse im Abschluss, etwa als Soriano aus kurzer Distanz genau in die Mitte zielte und im Tormann seinen Meister fand (76.). Oder als Hierländer nach perfektem Mane-Querpass Kadlec anschoss (86.) bzw. Hinteregger einen Kopfball ebenfalls aus kürzester Distanz Zentimeter an der Stange vorbei setzte (90.).

Was passiert mit vorläufig ausgesetzter Sperre von "Fener"?
Fenerbahce darf allerdings weiter von der Champions League träumen – sofern der Internationale Sportgerichtshof CAS in Lausanne die von der UEFA ausgesprochene zweijährige Sperre am 28. August endgültig aufheben sollte. Mit dieser Sanktion, die vom CAS vorläufig nur ausgesetzt wurde, war der Europa-League-Halbfinalist der abgelaufenen Saison nachträglich für die Verwicklung in den nationalen Manipulationsskandal 2010/11 bestraft worden

Sollte dieses Urteil allerdings bestätigt werden, droht ein noch nie dagewesenes Chaos-Szenario, da Fenerbahce damit gar nicht erst in der dritten Quali-Runde hätte antreten dürfen. Wie auch immer, Salzburg muss nun ins Europa-League-Play-off umsteigen, das am Freitag in Nyon ausgelost wird. Österreichs Vizemeister ist in dieser letzten Runde vor der Gruppenphase gesetzt, Spieltermine sind der 22. und 29. August.

Stimmen zum Spiel
Andreas Ulmer (Salzburg-Spieler): "Wir hätten nicht besser starten können, als mit 1:0 in Führung zu gehen. Aber drei Gegentore sind zu viel. Trotzdem hätten wir den Ausgleich machen und den Aufstieg schaffen können, aber wir haben wie im ersten Spiel unsere Chancen nicht genützt. Es ist sehr, sehr bitter für uns, die Enttäuschung ist bei jedem von uns zu sehen."

Roger Schmidt (Salzburg-Trainer): "Es ist ein Wahnsinn, dass wir nach diesem Spiel nicht als Sieger vom Platz gehen und unsere ganze Überlegenheit und unser gutes Spiel sich nicht im Ergebnis ausdrückt. Man kann uns nicht absprechen, dass wir nicht alles versucht und eine Großzahl an Torchancen herausgearbeitet haben. Leider hat uns auch das letzte Quäntchen Glück gefehlt."

Ersun Yanal (Fenerbahce-Trainer): "Der Gegner hat es uns am Anfang nicht leicht gemacht und nicht schlecht gespielt. Salzburg ist eine gute Mannschaft, die ein hohes Spieltempo aufweist. Es war nicht einfach, aber die bessere Mannschaft hat sich durchgesetzt. Ich bin froh, dass wir aufgestiegen sind, wir werden immer besser."

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