Der Schock in Grünbach bei Freistadt in Oberösterreich sitzt nach dem schrecklichen Unfall auf einem Stiermastbetrieb, bei dem ein Landwirt ums Leben kam, tief. Der Tote galt als fleißiger Bauer. Er dürfte bei der Attacke durch einen ausgewachsenen Stier im Stall keine Chance gehabt haben.
„Es ist so tragisch“ – Bürgermeister Stefan Weißenböck ist im „Krone“-Gespräch hörbar fassungslos. Einer seiner Gemeindebürger in Grünbach – ein 45-jähriger Landwirt – wurde durch die Attacke eines Stieres plötzlich aus dem Leben gerissen. Das Unglück entdeckt hatte ausgerechnet eine Schwester (48) des Verstorbenen – sie fand am Sonntagnachmittag im Stall seinen leblosen Körper.
Hinter Stierbox gefunden
Der sofort alarmierte Notarzt konnte danach nur mehr den Tod des 45-Jährigen feststellen. Zeugen für den schrecklichen Unfall gibt es keine, doch die Art und Schwere der Verletzungen sowie der Fundort des Leichnams – der Landwirt lag im Stall hinter einer Stierbox – deuten darauf hin, dass der 45-Jährige bei Arbeiten in der Box von einem ausgewachsenen Stier angegriffen und getötet worden war.
Der Landwirt – ein gebürtiger Grünbacher – hatte seinen Hof vor rund 20 Jahren von seinem Vater übernommen und im Laufe der Zeit auf einen Stiermastbetrieb mit rund 45 Rindern umgestellt.
Er war ein ganz ruhiger und netter Landwirt, der seine Arbeit gemacht hat. Den Hof hat er vor rund 20 Jahren von seinem Vater übernommen.

Stefan Weißenböck, Bürgermeister der Gemeinde Grünbach
Bild: Gemeinde Grünbach
Fleißig und freundlich
Seit dem Tod seiner Mutter vor einigen Jahren kümmerte sich der 45-Jährige alleine um die Landwirtschaft. Nicht zuletzt deshalb beschreibt ihn Ortschef Weißenböck als äußerst fleißig und stets freundlich. „Er war ein ganz ruhiger und netter Landwirt, der seine Arbeit gemacht hat. Bei Veranstaltungen war er immer ein gern gesehener Gast“, erzählt der Bürgermeister.
Der Schock nach dem Unfall sitzt in der 1800-Einwohner-Gemeinde tief: „Jeder redet darüber“, erzählt Ortschef Weißenböck. „Und jeder, der ihn gekannt hat, sagt, wie tragisch das ist.“
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