24.07.2013 12:57 |

Angespielt

Wahlkampf einmal anders in "Saints Row IV"

Vom Crack-Haus übers Penthouse ins Weiße Haus – die Saints haben eine bemerkenswerte Karriere hingelegt. In Teil vier des Open-World-Games, der am 23. August veröffentlicht wird, scheinen die Gangster endlich an der Spitze der Macht angelangt zu sein. Doch das Glück währt nur eine Legislaturperiode, wie krone.at bei einem ersten "Hands-on" erleben konnte.

20 Minuten können verdammt kurz sein – vor allem, wenn man als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika als die letzte große Hoffnung der Erde selbige von feindlichen Aliens befreien soll. Doch mehr Spielzeit war bei der Präsentation von Publisher Deep Silver am Dienstag in Wien leider nicht drin. So viel lässt sich dennoch bereits sagen: "Saints Row IV" ist an Absurdität nur schwer zu übertreffen, und das ist durchaus positiv zu verstehen.

Der Ende August für PC, Xbox 360 und PS3 erscheinende Titel knüpft unmittelbar an die Ereignisse in Teil drei an und endet nach einem kurzen, aber bleihaltigen Prolog samt "Armageddon"-Persiflage dort, wo es niemand erwartet hätte, wahrscheinlich nicht einmal die Ganoven der 3rd Street Saints selbst: im Weißen Haus. Nach der Einberufung der engsten Verbündeten ins Kabinett weht dort fortan ein etwas anderer Wind – Glückspiel und leicht bekleidete Damen inklusive.

Alien-Invasion beendet Aussicht auf zweite Legislaturperiode
Aus dem Vorhaben, die USA in eine bessere Zukunft zu führen, wird jedoch leider nichts. Schuld sind weniger sinkende Umfragewerte als vielmehr die Invasion einer feindlichen Alien-Rasse, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die hellsten und klügsten Köpfe des Planeten in einer Art Matrix, genannt Simulation, zu unterjochen. Die Aufgabe der Saints ist es nun, diese virtuelle Welt zum Einsturz zu bringen und so die Freiheit zurückzuerlangen.

Dubstep-Kanonen und Superhelden-Fähigkeiten
Zur Auswahl stehen dafür neben konventionellen Schießprügeln erneut allerhand schräge Waffen, die sich im Spielverlauf individualisieren lassen. Im kurzen Test konnten wir uns etwa von der Effektivität der Dubstep-Kanone überzeugen, die ihre Feinde mit einem lautstarken Wobble-Bass zu Boden schleudert. Im Kampf gegen die Außerirdischen des Zin-Imperiums erwies sich aber letztlich der Schwarze-Loch-Werfer als die bessere Wahl.

Den größten Spaß bereiten aber wohl die neuen Superhelden-Fähigkeiten, die dank eines fehlerhaften Codes in der Simulation mit "Saints Row IV" Einzug halten. Sie erlauben es der von Kopf bis Fuß nach den eigenen Vorstellungen gestaltbaren Spielfigur, schneller zu sprinten, höher zu springen und kräftiger zuzuschlagen. Allein durch die Kraft der Gedanken lassen sich beispielsweise Personen und Objekte per Telekinese bewegen, kurzzeitig einfrieren oder in Brand stecken.

Neue Nebenmissionen und Mini-Spielchen
Das wiederum verlangt komplexe Kampftaktiken und ermöglicht überdies eine ganze Reihe neuer, optionaler Nebenmissionen und Minispielchen. Während der 20-minütigen Demo versuchten wir uns etwa im Telekinese-Zielwerfen von Autos und Menschen sowie einem Superhelden-Sprint, der im Gegensatz zu klassischen Checkpoint-Rennen nicht nur einfach um den Häuserblock, sondern auch über diesen führte, wodurch sich das Stadtgebiet aus einer gänzlich anderen Perspektive erleben ließ, nämlich von oben.

Großartiger Soundtrack
Bis es so weit ist und die Superhelden-Fähigkeiten entsprechend ausgebildet sind, muss jedoch zunächst mit allerlei Fahrzeugen vorliebgenommen werden, um von A nach B zu gelangen. Begleitet werden Spieler dabei abermals von einer sehr breit gefächerten und umfangreichen Songauswahl diverser virtueller Radiosender, die sich erstmals auch außerhalb von Pkw und Co. einschalten und genießen lassen.

Fazit: Für ein endgültiges Resümee ist es nach nur 20 Minuten Spielzeit noch zu früh. Ziemlich sicher aber ist, dass "Saints Row IV" ein Riesenspaß wird - vor allem, weil sich das Spiel erneut nicht allzu ernst nimmt. Nicht zuletzt aufgrund der neuen Superhelden-Fertigkeiten gleicht das Stadtgebiet von Steelport einmal mehr einem gigantischen Spielplatz, in dem sich Gamer nach Herzenslust austoben können – auf Wunsch sogar zu zweit mit einem Freund im Koop-Modus.

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