Ein Mann ist Montagfrüh in Wien-Neubau in einer Garagenausfahrt tot aufgefunden worden. Eine Anrainerin entdeckte den Mann, welche die Ausfahrt in der Lindengasse mit ihrem Wagen verlassen wollte und den Mann über- oder angefahren haben dürfte. Ein Fremdverschulden wird derzeit nicht ausgeschlossen.
Laut Informationen der „Krone“ dürfte es sich bei dem Verstorbenen um einen Obdachlosen handeln. Der Mann war in der Garageneinfahrt in einen Schlafsack gehüllt. Zunächst bestand die Annahme, dass der 30- bis 40-jährige Mann in der Garageneinfahrt einen Schlafplatz gesucht hatte und von einer Anrainerin beim Verlassen der Garage übersehen wurde und in der Folge verstarb. Doch die Ermittler hegen einen schlimmeren Verdacht: „Der Mann wies Verletzungen auf, die sich mit einem An- oder Überfahren mit dem Pkw nicht in Einklang bringen lassen“, erklärte Polizeisprecherin Anna Gut. Details zu den Verletzungen nannte sie nicht.
Fremdverschulden möglich
Der Todesfall wurde als „bedenklich“ eingestuft. Da Fremdverschulden als Todesursache nicht ausgeschlossen werden kann, wurde eine gerichtsmedizinische Obduktion angeordnet. Die Identität des toten Mannes konnte bislang nicht festgestellt werden, er hatte „keinerlei Ausweise bei sich“, so Gutt.
Jedenfalls bargen Mitarbeiter der Wiener Berufsfeuerwehr den Mann von unter dem Wagen, er dürfte zu diesem Zeitpunkt bereits tot gewesen sein. Wiederbelebungsversuche der Berufsrettung blieben erfolglos. Weitere Erkenntnisse erhofften sich die Kriminalisten auch von der Einvernahme der Autofahrerin. Die Lenkerin steht naturgemäß unter Schock.
Umfeld der Mariahilfer Straße als Obdachlosen-Hotspot
Seit Jahren schon ist die berühmte Mariahilfer Straße nicht nur ein Treffpunkt für Touristen und Shopping-Begeisterte, sondern auch ein beliebter Treffpunkt für Obdachlose. Während vor allem die Gewerbetreibenden unter dem Ansturm leiden, herrscht in der Nachbarschaft auch Wirbel um zurückgelassenen Müll, Unrat oder andere Verschmutzungen.
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