Bei Austria Lustenau greift die offensivere Ausrichtung von Trainer Markus Mader immer mehr bei seinen Spielern. Das gefällt Stürmer Seifedin Chabbi, der vom geänderten Spielplan profitiert. Fünfmal traf der Routinier bereits in der Vorbereitung.
Mit vier Toren hat Seifedin Chabbi in den bisherigen fünf Testspielen der Austria am öftesten getroffen. Auch beim gestrigen 3:1-Erfolg über das U21-Team des FC Zürich steuerte der 31-jährige Angreifer einen Treffer bei. Chabbi erzielte das 1:0, für die weiteren Lustenauer Tore sorgte Mehli Akbulut. Das Spiel der Austria ist generell offensiver ausgerichtet, es wird versucht, so schnell wie möglich das Mittelfeld zu überbrücken. „Die Abläufe sind viel einfacher und besser und der Trainer hat einen klaren Plan“, beschreibt es Chabbi, der in seiner Position als Mittelstürmer nun wesentlich besser zur Geltung kommt. Als klassischer Neuner braucht der gebürtige Bludenzer quirlige Spieler neben sich. „Auch von der körperlichen Robustheit stimmt es“, zeigt sich Chabbi mit der bisherigen Vorbereitung sehr zufrieden. „Wir haben auch überraschend viele Tore geschossen.“
Dem 1:5-Testspielauftakt gegen den FC Vaduz folgten vier Siege. Dabei wurden insgesamt 15 Tore erzielt. Zwei mehr als in der kompletten Herbstsaison. „Aber in der Liga geht es gegen gestandene Gegner“, will Trainer Markus Mader die Erfolge nicht überbewerten. Auch beim 3:1-Sieg gegen den Züricher Nachwuchs sah der Coach noch Schwächen. „Wir haben den entscheidenden Ball teilweise nicht gut gesetzt.“
Gerangel im Sturm
Fakt ist, dass es bei acht Stürmern im Kader ein Gerangel um die Plätze in der Startelf geben wird. „Die Konkurrenz belebt das Geschäft“, nimmt es Chabbi gelassen. „Mit Jack Lahne und Junior Eyamba haben wir zwei Spielertypen dazugewonnen, die uns noch flexibler machen. Der Trainer wird jene aufstellen, von denen er glaubt, dass sie das Spiel gewinnen können.“ Und was meint Mader dazu? „Für mich zählt einzig die Leistung.“
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