Der Kabarettist, Autor und Menschenkenner Stefan Vögel beantwortet Fragen, die sich andere erst gar nicht zu stellen wagen. Dieses Mal geht es darum, warum Häuser mit Hecken und Zäunen versehen werden müssen.
Mark Twain hat folgende Frage gestellt: „Wozu braucht ein Friedhof eine Mauer? Wer drin ist, kommt nicht mehr heraus, und wer draußen ist, will nicht hinein.“ Aber selbst bei uns Lebenden stellt sich oft die Frage, wozu all jene baulichen Abgrenzungsmaßnahmen dienen sollen, die so mancher Hausbesitzer gegenüber der Außenwelt an den Tag legt. Zumal sein Vorhaben bei genauerer Hinsicht mitunter paradox erscheint: Einerseits werden Hausfassaden mit breiten Glasfronten versehen, sodass jeder Spaziergänger sämtliche Vorgänge im Haus beobachten kann, ja geradezu muss (und speziell abends, wenn das Haus hell erleuchtet ist und darin Dinge zu sehen sind, die man lieber nicht gesehen hätte). Gleichzeitig aber wird der Garten davor mit einer Hecke versehen, damit man dem Hauseigentümer ja nicht beim sonntäglichen Grillen zusehen kann.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.