18-Jähriger muss für Spielerei mit Pulver in Seewalchen bitter büßen. Seine Hand ist nach dem Unfall zum Geburtstag nicht mehr als solche zu gebrauchen. Jetzt muss er auf Replantation und Therapie hoffen. Und es hat vor dem Jahreswechsel schon ein zweites Bölleropfer gegeben – einen 16-Jährigen.
Schlimmer als gedacht sind die Verletzungen, die ein junger Seewalchener einen Tag vor seinem 18. Geburtstag durch einen selbst gebastelten Böller erlitten hatte. Seine linke Hand ist de facto nicht mehr als solche zu gebrauchen, nachdem Samstagabend ein Sprengsatz offenbar vorzeitig explodiert war. Ein Teil des Handballens war herausgesprengt worden, lag auf der Straße.
Im Linzer Unfallkrankenhaus versorgten Mikrochirurgen die Wunde. „Das Problem bei Verletzungen, die durch pyrotechnische Gegenstände verursacht werden, sind neben den Ausreißungen und Verbrennungen vor allem, dass Splitter und Fremdstoffe ins Gewebe eindringen“, erklärt Primar Georg Mattiassich, der ab Jahreswechsel offiziell das Unfallkrankenhaus leitet.
Finger vorhanden, aber Hand schwer beeinträchtigt
Das führt offenbar auch beim 18-jährigen Seewalchener dazu, dass die offensichtliche Fleischwunde schwere Langzeit-Folgen nach sich zieht. Sprich, er kann seine linke Hand nicht mehr so einsetzen, wie er es gewohnt ist, auch wenn Finger noch vorhanden sind. Die Mediziner hoffen, dass durch Replantation, Rekonstruktion, eventuell Prothetik und Therapien die Fähigkeiten der Hand wieder so weit hergestellt werden können, dass sie bestmöglich einsetzbar ist.
Verirrter Böller verletzte 16-Jährigen schwer
Schwere Verletzungen sind rund um Silvester leider die Regel und auch im nahen Amstetten wurde ein 16-jähriger Bursch in das „Krankenhaus geschossen“. Er soll durch einen geworfenen Böller oder eine verirrte Rakete verletzt worden sein. Er war nach eigenen Angaben mit Freunden unterwegs, als es neben seiner linken Hand einen Tuscher machte. Dann hatte er Verbrennungen und Verletzungen in der linken Achselhöhle und an der Hand, das letzte Glied des linken Zeigefingers wurde so schwerbeschädigt, dass es nicht mehr gerettet werden konnte. Jetzt versucht die Polizei zu ermitteln, wer an dem schweren Unfall Schuld hat und dafür haften muss.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.