Die Polizei hat an der tschechisch-oberösterreichischen Grenze an nur acht Tagen rund 3000 Fahrzeuge kontrolliert und dabei eine Sprengstoffmenge sicherstellt, die rund 39 Kilo TNT entspricht. Die Eltern jener 11 und 13 Jahre alten Böllerbuben, die es in Traun krachen haben lassen, werden angezeigt.
Die Hälfte der bundesweit an den Grenzen beschlagnahmten illegalen Pyrotechnik vor Silvester wurde in Oberösterreich entdeckt, wo acht Tage lang Autos, die aus Tschechien kamen, genau gefilzt wurden. Im Mühlviertel fanden Ermittler, die 2954 Autos kontrollierten, eine Menge von 637 Kilo verbotener Böller und Raketen – bundesweit waren es 1300 Kilo.
Sammelsurium an Krachern
Die 387 Packungen, gefüllt mit Raketen, Kistenfeuerwerk oder Krachern, enthielten 127 Kilo puren Sprengstoff, was 38,3 Kilo TNT entspricht. Doch freuen wird sich an den beschlagnahmten Raketen niemand, sie werden amtlich vernichtet – gesprengt oder verbrannt.
Gegenüber dem Vorjahr hat die Zahl der Sicherstellungen um rund 100 Packungen deutlich zugenommen.
Andreas Pilsl, Landespolizeidirektor
„Die Menge an abgenommener und verbotener Pyrotechnik zeigt, dass die Kontrollen nötig sind. Wir wollen damit verhindern, dass unkalkulierbar gefährliche Gegenstände verwendet werden und für Unfälle sorgen“, sagt Landespolizeidirektor Andreas Pilsl.
Hand fast weggesprengt
Bereits am Samstagabend hatte sich in Seewalchen ein 18-Jähriger, wie berichtet, mit einem Eigenbauböller die linke Hand fast weggesprengt.
Auch drei Buben, die in Traun zig Böller der Kategorie F2 gezündet hatten, bekommen jetzt Ärger – vor allem deren Eltern. Denn zwei der Kinder sind erst 11 und 13 Jahre alt und damit noch minderjährig. Die Eltern hatten angegeben, dass sie den Kindern die Kracher überlassen hatten.
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