Sanierung abgelehnt

Nächste Pleite im Signa-Kartenhaus steht fest!

Wirtschaft
30.12.2024 12:38
Porträt von krone.at
Von krone.at

René Benkos Kartenhaus fällt mehr und mehr zusammen. Nach der Signa Prime wird auch die Signa Development in den Konkurs geschickt. Das Oberlandesgericht Wien hatte den von den Gläubigern angenommenen Treuhand-Sanierungsplan nicht bestätigt.

Wie das Handelsgericht Wien am Montag bekannt gab, gab der Oberste Gerichtshof den Revisionsrekursen der Schuldnerin Signa Development Selection AG sowie eines deutschen Insolvenzverwalters mehrerer Gläubiger nicht Folge. 

Vermögen wird verwertet
Eine Sanierung sei nicht gelungen. Das Vermögen werde nun in einem Konkursverfahren von der Masseverwalterin verwertet.

Daher werde das Handelsgericht Wien zeitnah die Eigenverwaltung entziehen und die Bezeichnung des Verfahrens auf Konkursverfahren ändern. Das Oberlandesgericht Wien gab Anfang August dem Rekurs der Republik Österreich gegen den Treuhand-Sanierungsplan noch statt.

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Ungeachtet des eingebrachten Revisionsrekurses haben wir bis zur heutigen Entscheidung des Obersten Gerichtshofs sämtliche Stabilisierungsmaßnahmen konsequent fortgesetzt und die strukturierte Verwertung der Vermögenswerte sorgfältig vorbereitet.

Andrea Fruhstorfer, die bisherige Insolvenzverwalterin und nunmehrige Masseverwalterin

Die bisherige Insolvenzverwalterin Andrea Fruhstorfer wird als Masseverwalterin eingesetzt. Die Signa Development wird unter ihrer Aufsicht vorerst weitergeführt, um das Unternehmensvermögen „bestmöglich zu verwerten“, wie Fruhstorfer in einer Aussendung sagte.

Allerdings sei die Verwertung wegen des Vertrauensverlustes bei den Stakeholdern und wegen des Wegfalls der Steuergruppe wesentlich schwieriger, hieß es seitens der Masseverwalterin. „Ungeachtet des eingebrachten Revisionsrekurses haben wir bis zur heutigen Entscheidung des Obersten Gerichtshofs sämtliche Stabilisierungsmaßnahmen konsequent fortgesetzt und die strukturierte Verwertung der Vermögenswerte sorgfältig vorbereitet“, sagte Fruhstorfer.

„Dies geschieht mit dem klaren Ziel, eine bestmögliche Gläubigerbefriedigung zu gewährleisten. Weiters „werden wir die geordnete und effiziente Verwertung der Insolvenzmasse sicherstellen und die anstehenden Aufgaben mit Engagement und Zielstrebigkeit umsetzen“.

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