Der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), Christian Sewing, rechnet mit einem weiteren Rückgang der Zahl der Bankfilialen in Deutschland. Die Zahl werde weiter abnehmen, weil sich das Verhalten der Kunden verändert habe, sagte Sewing den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Trotzdem werde es auch künftig noch viele Filialen geben, erklärte der Bankenverbandspräsident, der auch Chef der Deutschen Bank ist.
Persönliche Beratung gefragt
Viele klassische Filialbereiche wie Überweisungen fänden heute online statt, Bargeld werde immer häufiger am Supermarkt oder an Tankstellen abgehoben.
Kunden suchten vor allem dann Filialen auf, wenn sie persönliche Beratung in Anspruch nehmen wollten. „Für Kunden, die eine persönliche Beratung suchen, wird es natürlich auch in Zukunft Filialen geben“, sagte Sewing.
Umfassende Strukturreformen gefordert
Mit Blick auf die schwache wirtschaftliche Entwicklung forderte Sewing von der nächsten deutschen Regierung tiefgreifende Reformen. „Die hartnäckige Wachstumsschwäche in Deutschland kann nur durch umfassende Strukturreformen überwunden werden, mit denen die Investitionsbedingungen dauerhaft verbessert werden“, machte der Bankenpräsident deutlich.
Trotz aller Probleme hält Sewing 2025 für Deutschland ein leichtes Wirtschaftswachstum von etwa 0,5 Prozent für möglich. „Aber gemessen am wirtschaftlichen Potenzial Deutschlands und unserem Investitionsbedarf ist das auf Dauer natürlich viel zu wenig“, sagte er.
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