Neue ORF-Sendung kommt

„Im Zentrum“ verabschiedet sich nach 17 Jahren

Medien
13.12.2024 14:01
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach siebzehneinhalb Jahren und 654 Sendungen ist Schluss: Die Diskussionssendung „Im Zentrum“ verabschiedet sich zusammen mit Moderatorin Claudia Reiterer am Sonntagabend aus dem ORF. Die Nachfolgesendung hat noch keinen Namen, wird aber von Susanne Schnabl moderiert werden und am 12. Jänner starten.

Das ORF-Diskussionsformat gibt es seit 2007, durch die Sendungen führten seither Gabi Waldner, Peter Pelinka, Elmar Oberhauser, Ingrid Thurnher und eben Reiterer, die im Schnitt eine Reichweite von 454.000 Zusehern bei 21 Prozent Marktanteil hatte und damit „unangefochten Nummer eins unter den wöchentlichen politischen Diskussionssendungen in Österreich“ war, wie der ORF am Freitag in einer Aussendung anmerkte. 2024 schalteten im Schnitt 339.000 Zuseher pro Ausgabe ein. Den Topwert hatte eine Sendung aus dem Mai 2019 zum Ibiza-Video mit im Schnitt 1,1 Millionen Zusehern.

Reiterer: „Es war eine besondere Ehre“
Für Reiterer war es „eine besondere Ehre, den wichtigsten Polittalk Österreichs über viele Jahre moderieren und gestalten zu dürfen – gemeinsam mit einem herausragenden Team, inspirierenden Gästen und unserem engagierten Publikum“. „Im Zentrum“ habe den Diskurs in Österreich geprägt, so die Moderatorin zum Abschied.

„Acht Jahre lang Woche für Woche politisch aufgeladene Diskussionsrunden zu hosten und dabei stets im Fokus der öffentlichen Meinungsmacherinnen und -macher zu stehen, ist eine der schwierigsten Herausforderungen im TV-Journalismus. Claudia Reiterer hat sich dem furchtlos und kämpferisch gestellt und gleichsam als Anwältin des Publikums diesem die Möglichkeit gegeben, sich eine eigene Meinung zu bilden“, dankte ORF-Generaldirektor Roland Weißmann zum Abschied.

„Man darf ja nichts mehr sagen“ zum Abschluss
Zum Abschluss begrüßt Reiterer am Sonntagabend um 22.10 Uhr auf ORF 2 den Philosophen Richard David Precht, Wiener-Festwochen-Intendant Milo Rau, Grünen-Politikerin Meri Disoski und Digitalexpertin Ingrid Brodnig. Mit ihnen diskutiert sie darüber, ob der Satz, „Man darf ja nichts mehr sagen“, zutrifft oder nicht. Gibt es Zensur und Redeverbote oder mehr Meinungsfreiheit als je zuvor, will Reiterer wissen.

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