Wegen einer am Wochenende eingelangten Bombendrohung per Mail bleibt die AHS Wien West in Penzing am Montag geschlossen. Die Polizei hat mit Hunden das Gebäude bereits durchsucht. Bislang konnten keine verdächtigen Gegenstände gefunden werden. Auch Linz, Graz, Innsbruck und Salzburg erhielten am Montag Bombendrohungen.
Wie ein Vater gegenüber der „Krone“ berichtete, erreichte die Nachricht der Schule die Eltern Montagfrüh um 5.00 Uhr via E-Mail. Die Bombendrohung wurde für Montag ausgesprochen, aus Sicherheitsgründen wird die Schule in Wien-Penzing daher keinen Unterricht abhalten.
Erneute Prüfung der Schule am Montag
Obwohl die Einsatzkräfte in der Nacht auf Montag keine verdächtigen Gegenstände entdecken konnten, soll sicherheitshalber noch einmal geprüft werden, ob tagsüber etwas Verdächtiges beobachtet werden kann.
„Wir nehmen an, dass es sich um eine Fake-Mail handelt, wir denken, dass am Dienstag wieder ganz normal Schule stattfinden kann. Wir werden Sie am Montagnachmittag darüber informieren“, heißt es in der Benachrichtigung des Direktors der AHS Wien West an die Eltern.
Weitere drei Bundesländer betroffen
Auch in Graz erhielten insgesamt fünf Schulen am Montag Bombendrohungen. „Die Mail ging an die Schule und ist vom Inhalt her analog zu den vergangenen Bombendrohungen“, heißt es von der Polizei in Graz. Man gehe nicht von einer akuten Gefahr aus, dennoch sind sprengstoffkundige Organe vor Ort und durchsuchen die Gebäude. Ebenfalls betroffen ist eine Mädchenschule in Linz, zwei Schulen in Salzburg und sogar über 30 Schulen in Innsbruck: Die Gebäudekomplexe werden untersucht.
Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) informierte über arbeitsrechtliche Bestimmungen für Eltern mit Kindern an den betroffenen Schulen. „Wenn eine Schule außertourlich geschlossen wird, dann haben Eltern grundsätzlich das Recht, ihren Arbeitsplatz zu verlassen, um ihr Kind abzuholen und es danach zu betreuen“, wurde betont. Das sei ein Dienstverhinderungsgrund, gilt aber nur, wenn ich keine andere Möglichkeit der Betreuung habe und die Betreuung auch tatsächlich notwendig ist.
Polizei hält Zusammenhang mit Schweizer für möglich
Die Vorfälle reihen sich in eine Serie von Bombendrohungen gegen Bahnhöfe und Schulen in ganz Österreich in den vergangenen Monaten ein. Mitte Oktober konnte schließlich ein 20-jähriger Verdächtiger in der Schweiz ausgeforscht werden, gegen den ein Verfahren eingeleitet wurde.
Seitdem laufen die Ermittlungen der Behörden in Österreich und Schweiz zu dem Fall. Die Bombendrohungsserie bricht jedoch nicht ab. Am Montag scheinen die Ermittler es für naheliegend zu halten, dass es einen Zusammenhang mit jenem 20-jährigen Schweizer geben könnte.
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