Die Katze ist aus dem Sack! Rund um die Cage Fight Series am Schwarzlsee gab MMA-Kämpfer Bogdan Grad Details zu seinem UFC-Debüt bekannt. Das steigt am 1. Februar 2025 – und im Käfig wartet ein brasilianischer „Löwe“.
Ein letzter Gang. Vorbei an Wegbegleitern, Freunden, Familie. Neunmal war Bogdan Grad bei diesem Event zum Käfig marschiert, diesmal beschritt er den Weg zum Octagon jedoch im feinen Zwirn, ohne (direkten) Kampf vor Augen.
Österreichs MMA-Pioniere, Event-Päpste und Trainer Gerhard und Michael Ettl ließen vergangenes Wochenende ihren Schützling bei ihrer Cage Fight Series 16 im Schwarzl Freizeitzentrum bei Graz noch einmal hochleben. Ein für Grad „extrem emotionales“ Bad in der Menge vor dem nächsten Lebensabschnitt.
Immerhin hatte er es vergangenen Sommer als erster Steirer in den MMA-Olymp geschafft, sich im zweiten Anlauf über die Contender Series in Las Vegas für die Ultimate Fighting Championship qualifiziert. Nun wurde der Vollblutathlet bei jenem Event, das ihm über Jahre als Auslage und letztlich als Sprungbrett nach ganz oben gedient hatte, frenetisch gefeiert – und praktisch auch verabschiedet ...
Löwe ist schon alter Hase
Denn für den im Grazer Champions Gym gestählten Federgewichtler gehört die CFS ab sofort der Vergangenheit an. Jetzt liegt der volle Fokus auf den (vorerst) vertraglich zugesicherten drei Kämpfen in der UFC! Und der erste ist jetzt fixiert, er steigt am 1. Februar in Riad, Saudi-Arabien. Sein dortiger Gegner ist Lucas Alexander, Kampfname: „The Lion“, dessen linke Brust ein riesiges Löwenkopf-Tattoo hinter (MMA-)Käfiggittern ziert.
Ebenso wie der „Entfesselte“ (The Unleashed“) aus Österreich, ist der aus Rio de Janeiro stammende „Löwe“ 29 Jahre alt. Jedoch bringt Alexander bereits UFC-Erfahrung mit. Drei Kämpfe hat er bis dato in der weltgrößten Cagefight-Serie bestritten, allerdings zwei davon verloren. Zuletzt vor einem Jahr, da schluckte der Brasilo-Fighter einen rechten Haken des Indonesen Jeka Saragih und ging in der ersten Runde k.o.
„Explosiv, schnell, gefährlich“
Für Grad überhaupt kein Grund, seinen Kontrahenten zu unterschätzen. „Jeder, der in der UFC kämpft, beherrscht alle Disziplinen des Sports. Doch seine großen Stärken liegen im Standkampf. Er ist extrem explosiv, sehr schnell, hat eine Erfahrung von über 100 Kämpfen im Kickboxen. Ein gefährlicher Mann.“ Auch dessen lange Fight-Pause lässt der MMA-Schwarzgurt nicht gelten: „Es gibt Leute, die sogar vier Jahre lang nicht gekämpft haben, dann aber stärker als zuvor zurückgekommen sind!“
Deshalb wird in der Vorbereitung nichts dem Zufall überlassen. Die „Ettl Bros“ lassen bereits ihre Kontakte spielen, um ideale Sparrings-Partner für Grad ins Gym zu holen. „Diese sollen dann im Training Alexanders‘ Stil möglichst exakt simulieren“, erklärt Grad, der sich bei der Vorbereitung voll und ganz auf die Expertise seines Teams verlässt.
Zu seinem Staff zählen Coaches, Betreuer und Ärzte – aber auch ein spezieller Förderer: Event-Guru Klaus Leutgeb. Dieser steht mit seiner Entertainment Group nicht nur seit jeher hinter den Ettls und deren Cage Fight Series, sondern seit Anbeginn auch in Grads „Ecke“. Bisher meist am Schwarzlsee, „wird er bald auch in Saudi-Arabien dabei sein“, freut sich Grad auf volle Rückendeckung vor Ort. Immerhin wartet ein „Löwe“ im Käfig ...
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