Mit zwölf Saisonen ist Christoph Alster mittlerweile einer längstdienenden Trainer im Österreichischen Skiverband. Bevor der 44-jährigen Gruppentrainer von Nina Ortlieb, Tina Ager und Co. am Samstag in Richtung Colorado abhebt, sprach er noch mit der „Krone“ über den Weltcupkalender, das Training in Neuseeland und warum Nina Ortlieb nur der Faktor Schmerz limitieren kann.
Die ÖSV-Speeddamen Christina Ager, Lena Wechner, Magdalena Egger, Nina Ortlieb, Ariane Rädler, und Michelle Niederwieser jetten am Sonntag von München über Frankfurt nach Denver. Von der Hauptstadt des US-Bundesstaats Colorado geht es dann per Mietwagen noch einmal zwei Stunden westwärts in die Skistation Copper Mountain. Dort werden die Abfahrerinnen in den nächsten zwei Wochen an ihrer Topform für den Speed-Weltcupauftakt feilen, der am 14. und 15. Dezember im benachbarten Beaver Creek mit einer Abfahrt und einem Super-G steigen soll.
Anspruchsvoll, aber...
„Saucool, dass die Damen heuer auf der Birds-of-Prey-Piste starten können“, freut sich ÖSV-Gruppencoach Christoph Alster, der als Aktiver dort selbst fünf Weltcuprennen bestritt und die USA-Reise schon heute antritt. „Es ist sicherlich eine sehr anspruchsvolle Strecke. Aber die Damen haben – unter anderem mit der Tofana in Cortina – noch andere Pisten im Kalender, auf denen sich auch der eine oder andere Herr schwertut. Wie wir ja auch vor zwei Jahren gesehen haben, als dort zwei Super-Gs gefahren wurden.“
Besser als nach China
Generell ist der 44-jährige Egger, der in seine bereits zwölfte Saison im ÖSV geht und damit einer der längstdienenden Trainer ist, mit dem Weltcupkalender zufrieden. Auch die Tatsache, dass es fürs Finale nochmals in die USA nach Sun Valley geht, stört ihn nicht. „Ganz ehrlich: Ich fliege lieber zweimal pro Saison nach Amerika, als dass ich – wie zeitweise von den FIS-Granden angedacht - noch einmal nach China muss“, stellt Alster klar, der sich dazu entschieden hatte, im Sommer mit seinen Damen neue Wege zu gehen. Anstatt wie zuletzt nach Chile ging es fürs Training nach Neuseeland.
Auch wenn in Mount Hutt der Wind teilweise zum Spielverderber wurde, ist für Alster klar: „Ich würde es wieder so machen. Wir haben gutes Riesentorlauftraining genauso gehabt, wie Abfahrtselemente, bei denen man mit 115 km/h zu einem 40-Meter-Sprung gekommen ist“, berichtet der Wälder.
Renncomeback in Beaver
In Neuseeland noch nicht mit von der Partie war Abfahrtsvizeweltmeisterin Nina Ortlieb. Die 28-Jährige stieg nach ihrem Schien- und Wadenbeinbruch erst später ins Training ein, blickt inzwischen aber optimistisch in Richtung Beaver Creek, wo sie ihr Renncomeback geben will. „Sie ist eine Athletin, die im Hier und Jetzt ist und Geschehenes abhaken kann, wenn sie sich wohlfühlt“, weiß Alster. „Das einzige, was sie limitieren könnte, ist der Faktor Schmerz. Aber das schaut zum Glück bislang sehr gut aus.“
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