Teils schwerer Verlauf

Zahl der Erkrankten nach McDonald‘s-Besuch steigt

Ausland
14.11.2024 19:49
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Ausbruch von Kolibakterien beim Fastfoodriesen McDonald's in den USA hat deutlich mehr Erkrankte zur Folge als ursprünglich angenommen. Die Zahl der Betroffenen ist bereits auf über 100 gestiegen – viele leiden unter einem schweren Krankheitsverlauf.

In nicht weniger als 14 US-Bundesstaaten sind Personen nach dem Konsum des beliebten Quarter-Pounders erkrankt. Schuld waren laut US-Gesundheitsbehörde CDC vorgeschnittene Zwiebeln, durch die die Koli-Bakterien verbreitet wurden. Mindestens 34 Betroffene mussten aufgrund der Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden, eine ältere Person verstarb bereits.

Gefährliches HUS-Syndrom bei einigen Betroffenen
Während die Erkrankung an sich schon unangenehm ist, traf es vier Personen besonders schlimm. Sie leiden infolge der Infektion am Hämolytisch-urämische Syndrom (HUS), welches zu akutem Nierenversagen führen und tödlich sein kann, teilte die US-Lebensmittelbehörde FDA am Mittwoch mit.

Ausbruchsursache wohl klar
Dass der Ausbruch tatsächlich auf den McDonald‘s-Besuch zurückzuführen ist, zeigen auch die Ermittlungen der Behörden. 99 Prozent der Befragten gaben an, kurz zuvor dort einen Quarter-Pounder konsumiert zu haben. Nun werden noch diverse Zwiebel- und Umweltproben untersucht, um eine mögliche andere Ursache final ausschließen zu können.

Das Unternehmen traf der Skandal hart; kurz nach Bekanntwerden des Ausbruchs brach der Aktienkurs kurzfristig ein, der beliebte Burger wurde kurzerhand aus dem Sortiment genommen und wurde danach auch nur noch ohne Zwiebeln angeboten. Die Fast-Food-Kette kündigte zudem an, in Zukunft keine Zwiebel-Produkte des Zulieferers Taylor Farms beziehen zu wollen.

Infektion mit schweren Folgen
Eine Infektion mit Escherichia coli (kurz: E. coli), insbesondere von pathogenen Stämmen wie EHEC, führt meist zu Magen-Darm-Beschwerden. Typische Symptome sind Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall und gelegentlich Erbrechen. In schwereren Fällen kann es zu blutigem Durchfall und Fieber kommen.

Bei bestimmten E. coli-Typen, insbesondere EHEC, besteht das Risiko schwerwiegender Komplikationen wie dem hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS), das Nierenversagen, Blutarmut und neurologische Probleme verursachen kann. Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem.

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