Das Mittelburgenland sieht sich wieder mit Aufgriffen von Flüchtlingen und Schlepper konfrontiert. Seit Beginn des heurigen Jahres wurden bereits 3600 Migranten angehalten.
Während die SPÖ Burgenland und das ÖVP-Innenministerium – wie berichtet – darüber streiten, ob der Personalstand bei der Polizei ausreichend ist und die Rahmenbedingungen besser sein könnten, sieht man sich im Mittelburgenland derzeit wieder mit einigen Flüchtlingsaufgriffen und Schleppern konfrontiert. Erst kürzlich gelang es Beamten ein Schlepperfahrzeug zu stoppen, in dem sich neben dem Menschenschmuggler noch weitere acht Männer befanden. Die Syrer waren teilweise übereinander gesessen, zwei mussten aus Platzmangel sogar in den Kofferraum.
Über 300 Flüchtlinge in einer Woche
Die Zahlen sprechen für sich: Allein in den vergangenen sieben Tagen wurden fast 340 Migranten im burgenländischen Grenzgebiet angehalten – trotz der mittlerweile sehr niedrigen Temperaturen in den Nacht- und Morgenstunden. Seit Jahresbeginn gab es bereits fast 3600 Aufgriffe. Zusätzlich konnten 33 Schleuser gefasst werden.
Verunsicherung in der Bevölkerung
In den betroffenen Grenzgemeinden führt das Auftauchen der Flüchtlinge zu Besorgnis innerhalb der Bevölkerung. Viele fühlen sich nicht mehr sicher, auch dass es jetzt wieder früher finster wird, trägt dazu bei. „Die Menschen haben Angst und sind verunsichert“, berichtet LBL-Gemeindevorstand Manfred Kölly aus Deutschkreutz.
Fast täglich käme es zu Aufgriffen in dem mittelburgenländischen Ort. „Die Flüchtlinge werden direkt in der Ortschaft aufgegriffen. Wir sind ein Hotspot geworden“, sagt Kölly. Er sieht nun die künftige Bundesregierung gefordert, entsprechende Maßnahmen zu setzen. „Wir werden uns das nicht länger gefallen lassen.“
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