Legende Franz Wurz:

„Jetzt drängt die ganze Welt in die Formel 1“

Formel 1
13.11.2024 06:54

Franz Wurz ist mit 78 Jahren noch immer für den Motorsport aktiv. Was er für Enkel Charlie hofft.

Drei EM-Titel holte er in der Blütezeit des Rallycross 1974, 1976 und 1982, baute danach Fahrsicherheitszentren in ganz Österreich und die Formel-1-Karriere seines Sohnes Alexander auf. In Heldenberg wurde Legende Franz Wurz nun mit dem „Béla Barényi Award“ für Verdienst um die historische Kraftfahrt ausgezeichnet. Dabei ist ihm die künftige eigentlich ein noch größeres Anliegen ...

„Ich bin jetzt 78 und gebe Vollgas“
So düste Wurz senior nach der Ehrung nach Astana, um an einem Fahrsicherheitszentrum in Kasachstan zu arbeiten, werkt gemeinsam mit Alex an der Planung der F1-Strecken im saudischen Qiddiya und in Albanien, auch der Masterplan für eine Grand-Prix-Strecke in Ruanda wurde von den beiden erstellt. „Ich bin jetzt 78 und gebe Vollgas. Alex hat so eine hohe Schlagzahl – und keinen Respekt vor dem Alter“, lacht der Waldviertler. Über die Strecken könnte schon bald die jüngste Wurz-Generation ziehen.

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Norris hatte einen tollen Lauf. Aber in Brasilien hat Verstappen wieder alle so paniert, dass es schaurig war. Deshalb ist er mein Favorit. Max arbeitet manchmal auch mit Härte, nur brav gewinnst du nichts.

Franz Wurz über das diesjährige F1-Duell

Enkel Charlie startet 2025 mit dem Meister-Team Trident in die Formel 3, ein weiterer Schritt Richtung Formel 1. Aber sind die Hürden für die „Königsklasse“ nicht schon zu hoch? „Früher hat sich das Geschehen eher auf Europa konzentriert“, erinnert sich Franz Wurz, „jetzt drängt die ganze Welt in die Formel 1. Da herrscht eine unglaubliche Vorselektion. Die Jungen, die es in die Formel 1 schaffen, bringen dann schon enormes Basiswissen mit. Das gab es vor 20 bis 30 Jahren noch nicht, deshalb sind sie jetzt auch so gut.“

„Ich erwarte mir viel“
Wie Wurz senior dem Enkel beim F1-Einstieg helfen kann? „Warum sollte ich sonst noch arbeiten?“, scherzt er. „Im Ernst: Charlie hat immerhin schon zwei Meisterschaften gewonnen, darunter in der Formel 4 Middle East, wo Kimi Antonelli Dritter wurde. Im Trident Team fühlt er sich jetzt sehr wohl, ich erwarte mir 2025 sehr viel.“ Denn die Familie Wurz ist eine PS-Dynastie: „Wir sind schon in vierter Generation Motorsportler.“ Das Formel-1-WM-Duell verfolgt Wurz senior genau: „Norris hatte einen tollen Lauf. Aber in Brasilien hat Verstappen wieder alle so paniert, dass es schaurig war. Deshalb ist er mein Favorit. Max arbeitet manchmal auch mit Härte, nur brav gewinnst du nichts.“

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