14 Tote in Serbien
Bahnhofsgebäude hatte keine Nutzungsgenehmigung
14 Tote und mehrere Verletzte hat vor einer Woche der Einsturz eines Bahnhofsvordaches in der serbischen Stadt Novi Sad gefordert. Die Wut und Trauer in Serbien ist groß, denn am Freitag ist bekannt geworden, dass es nach einer Reparatur noch überhaupt keine Nutzungsgenehmigung für das Bahnhofsgebäude gegeben hatte.
Oppositionspolitiker Miroslav Aleksic präsentierte der Öffentlichkeit ein Dokument des Bauministeriums, aus welchem hervorgeht, dass die Genehmigung für den Start von Bauarbeiten am Bahnhofsgebäude erst am 17. Oktober ausgestellt worden war. Von der staatlichen Firma Infrastruktura Zeleznice (Eisenbahninfrastruktur) war sie am 7. Oktober beantragt worden. Unterlagen zu einer eventuellen Nutzungsgenehmigung scheint es keine zu geben.
Probleme auch mit Bahnhofsgebäude in Belgrad
Probleme mit der Nutzungsgenehmigung dürfte auch das im Vorjahr eröffnete neue Belgrader Bahnhofsgebäude Prokop haben. Laut Opposition soll es das Bauministerium in diesem Oktober abgelehnt haben, eine solche auszustellen, bevor festgestellte Mängel nicht behoben sind. Um was konkret es ging, ist vorerst unklar.
Bauminister trat zurück
Nach dem Unglück in Novi Sad trat Bauminister Goran Vesic Anfang der Woche zurück. Die Staatsanwaltschaft hat laut einer Mitteilung mehr als 50 Personen in dem Fall einvernommen, weitere Details wurden nicht bekannt gegeben.










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