Demnächst findet der erste Prozess zu der Massenvergewaltigung an einer zwölfjährigen Schülerin aus Wien-Favoriten statt. „Ich werde im Gerichtssaal sein“, sagt die Mutter des Mädchens: „Aber ich fürchte mich davor, dort dann Videos von den Gräueltaten an meinem Kind sehen zu müssen.“
Vor wenigen Tagen, in einem kleinen Café, irgendwo in Wien. Die Gegend rundum wirkt nett, ruhig, fast beschaulich. Mit den hübschen Einfamilienhäusern, den eher niedrigen Wohnblocks, den vielen Wiesenstücken und Bäumen. „Ich bin froh, dass ich nun hier mit meinen Kindern lebe“, sagt Katharina K. (Name geändert), während sie – die Sonne scheint, es ist angenehm warm – an einem Tisch im Gastgarten des Lokals Platz nimmt. „Alles ist nämlich so friedlich da, ganz anders als in Favoriten.“ Wo Anna (Name geändert), eine ihrer Töchter, Fürchterliches erleiden musste.
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