Ob durchreisende Profibanden, oder „Hobbydiebe“ – die heimischen Geschäfte verzeichnen jährlich Millionenverluste. Und dabei wird nur ein Bruchteil der Langfinger ertappt.
Und dabei steht die Weihnachtszeit erst vor der Tür – in der es laut Auskunft des Bundeskriminalamtes erfahrungsgemäß vermehrt zu Ladendiebstählen kommt. Gerade in finanziell schwierigen Zeiten wie diesen. Auch gegen Monatsende hin wird üblicherweise vermehrt illegal eingesteckt. Allein in Kärnten verbuchte man 2023 ein Rekordhoch an erstatteten Anzeigen (siehe Grafik). Und die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen.
Zumal nur unregelmäßig Ladendetektive zum Einsatz kommen, und viele Coups überhaupt erst im Zuge der Inventur erkannt werden. Die Gesamtschadenssumme für die heimischen Geschäfte sind jedenfalls enorm – und gehen jährlich in die Millionenhöhe. Wobei jene Langfinger, die sich als Mutprobe einen Kaugummi oder einen Lippenstift einstecken, oder noch im Geschäft die Zuckerbrezel konsumieren und nicht bezahlen, „gar nicht wirklich ins Gewicht fallen“, wie ein Kärntner Ermittler verrät.
Das wirkliche Problem sind Banden, die hochprofessionell, meist in Zweier-Teams vorgehen und üblicherweise mit präparierten Taschen die Geschäfte plündern. Großteils extra aus dem Ausland angereist, ziehen diese quer durch Österreich und schlagen hauptsächlich in Drogeriemärkten zu. Wobei sie die teuren Parfums, aber auch Rasierklingen im Visier haben.
Beute landet per Post im Ausland
Die Beutestücke werden erfahrungsgemäß erstmals irgendwo gesammelt und gebunkert, um sie in Folge per Post in die Heimat (meist Osteuropa) zu schicken. Wo sie dann auf dem Schwarzmarkt zu Geld gemacht werden. Besonders auffallend: Im heurigen Jahr sorgen in Kärnten vorallem Langfinger aus Georgien regelmäßig für Polizeieinsätze.
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