Auch Maskenmann droht

Streik? „Dann stecken wir alle gemeinsam drin!“

Fußball International
09.10.2024 07:36
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Nach Rodri von Manchester City hat sich auch Liverpool-Verteidiger Ibrahima Konate gegen den immer weiter wachsenden Terminkalender der Fußball-Profis ausgesprochen. „Wenn diese Dynamik anhält und die Spieler beschließen, mit den Fäusten auf den Tisch zu hauen, dann stecken wir alle gemeinsam drin“, sagte der 25-Jährige auf die Frage, ob er einen Streik befürworte.

„Wenn es morgen eine Bewegung gibt, die zu einer Verständigung führt, werde ich mich daran beteiligen“, so Konate, der am Montag mit einer Art XL-Maske – einer per Reißverschluss verschlossenen Maske/Kapuze, die das Gesicht des Verteidigers vollständig verhüllte – zu Frankreichs Nationalteam stieß.

Er denke auch, dass sich alle Spieler dem Streik anschließen würden. Rodri hatte im vergangenen Monat gewarnt, dass die Spieler bereit seien, aus Protest die Arbeit niederzulegen, wenn sich die Situation nicht verbessere. Kurz darauf erlitt das Mittelfeld-Ass eine Verletzung des vorderen Kreuzbandes, die die Debatte über den intensiven Zeitplan und das Wohlbefinden der Spieler weiter anheizte. Alle drei europäischen Klub-Bewerbe wurden in dieser Saison auf 36 Teams aufgestockt. Und die Weltfußballergewerkschaft (FIFPRO) kündigte im Juli an, sie werde bei den EU-Kartellbehörden eine Beschwerde gegen den internationalen Spielkalender der FIFA einreichen.

Rodri
Rodri(Bild: AFP/APA/Oli SCARFF)

Folgen des Krieges für Konate „entsetzlich“
Die Topspieler sind auch in den Nationalteams gefragt. Konate etwa trifft am Donnerstag in der Nations League mit Frankreich in Budapest auf Israel, das seine Heimspiele aufgrund des anhaltenden Gaza-Kriegs in Ungarn austrägt. „Wir schauen nicht darauf, gegen wen wir spielen, aber natürlich sind wir nicht unempfindlich gegenüber dem, was in der Welt vor sich geht. Was wir in den sozialen Netzwerken über den Krieg sehen, ist entsetzlich“, sagte Konate. Den Terrorismus zu bekämpfen, sei eine Sache. „Dass aber massenhaft Zivilisten getötet werden, das tut mir weh.“

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