Ein in Linz lebender Deutscher (24) kam auf die glorreiche Idee, in einem Elektro-Mercedes zu nächtigen, nachdem er nicht in seine Wohnung konnte. Angeblich hatte er sich dort ausgesperrt. Dass der Wagen abgeschlossen war, betrachtete der junge Mann nicht als unüberwindbare Hürde. Er schlug die Seitenscheibe ein und machte auf der Rückbank ein Nickerchen – bis die Polizei kam.
Es war Sonntagfrüh, kurz nach 3.30 Uhr, als der Linzer Constantin H. plötzlich durch heftigen Lärm aus dem Schlaf gerissen wurde. „Der Krach kam von der Straßenseite“, bestätigt der 25-Jährige im „Krone“-Gespräch.
Als der junge Mann aus seinem Fenster auf die Breitwiesergutstraße blickte, bemerkte er einen Unbekannten, der wild auf die Seitenscheibe eines geparkten Autos einschlug. „Er hat mit einem Stein so lange hingehauen, bis die Scheibe zerbrochen war.“
H. alarmierte die Polizei. Um 3.43 Uhr trafen am Vorfallsort drei Streifenwagen der Polizeiinspektion Lenaupark ein.
Schlummernd gefunden
Vom Täter war zu dem Zeitpunkt nichts zu sehen, die Beamten leuchteten mit Taschenlampen die Umgebung aus – erfolglos. Als H. seine Personalien bekannt gab, fiel den Polizisten jedoch auf, dass auf der Rückbank des schwarzen Mercedes EQE ein Mensch liegt, der dort seelenruhig schlummert.
Wie sich herausstellen sollte, handelte es sich dabei um einen 24-jährigen Deutschen, der offenkundig alkoholisiert war und nicht weit vom Tatort entfernt seine Wohnadresse hat.
Unkooperativ bei Einvernahme
Gegenüber den Beamten soll sich der schlaftrunkene 24-Jährige ziemlich unkooperativ verhalten und im Ton vergriffen haben. Er behauptete, dass er sich ohne Handy und Schlüssel aus seiner Wohnung ausgesperrt habe und deshalb im Mercedes übernachten wollte.
Der Deutsche versuchte, den Polizisten zu erklären, dass sie das überhaupt nichts anginge, denn das Elektroauto gehöre ohnehin der Firma seines Vaters. Dennoch: die Polizei ermittelt nun wegen Sachbeschädigung.
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