Christoph Nister widmet seine „Krone“-Kolumne der Goalie-Causa des FC Red Bull Salzburg sowie den Reaktionen der Bullen-Fans ...
Er kam. Er sah. Und er wurde Kapitän. Janis Blaswich wechselte im Sommer leihweise von den Rasenballern aus Leipzig zur „Bullen-Schwester“ nach Salzburg. Schon kurz nach seiner Ankunft ernannte ihn Neo-Cheftrainer Pep Lijnders zu seinem verlängerten Arm auf dem Platz. „Aufgrund seiner Persönlichkeit, seiner Ambitionen, seiner Präsenz in der Kabine. Jeder fühlt es, wenn er einen Fuß auf den Platz setzt“, erklärte der Coach damals bestimmt.
Seine Entscheidung stieß schon damals auf wenig Gegenliebe. Den Fans missfiel, dass der – damals verletzte – Stammtorhüter Alexander Schlager nur noch Reservist sein würde. Über Wochen hinweg lag etwas in der Luft, das sich nun beim 0:4 gegen Brest entlud.
„Stierwoscha“ nur auf der Bank
Lijnders hat, wie wohl der gesamte Klub, die „Causa Schlager“ schwer unterschätzt. Der 28-Jährige verkörpert das, was sich die Fans wünschen: Er ist ein „Stierwoscha“, Teil des ÖFB-Teamkaders und identifiziert sich voll und ganz mit dem Klub, den er nicht nur als Durchgangsstation betrachtet. Anders gesagt: Sie betrachten ihn als einen der ihren.
Die Liebe zu Schlager führte allerdings zu einer Grenzüberschreitung. Blaswich hat sich nichts zu Schulden kommen lassen, das es rechtfertigen würde, ihn zu verhöhnen. Man muss kein Fan des 33-Jährigen sein. Man sollte ihm aber zumindest eine faire Chance zugestehen.
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