Mit 49 Prozent in Zederhaus und 38 Prozent im gesamten Lungau waren die Freiheitlichen im Salzburger Gebirgsgau die klare Nummer eins. Im Pongau liegt die landesweit einzige Gemeinde, in der die SPÖ voran liegt.
Gleich mehrere Salzburger Gemeinden haben nach der Nationalratswahl die Farbe gewechselt, allen voran ein ganzer Bezirk: Der Lungau. Der Gebirgsgau ist nun blau. Die FPÖ kam hier mit 38 Prozent zum besten Bezirksergebnis im ganzen Bundesland. Der Spitzenreiter bei den freiheitlichen Gemeinden kommt mit Zederhaus (49 %) ebenfalls aus dem kleinsten Salzburger Bezirk.
Für die ÖVP und die SPÖ setzte es quer durchs Land zum Teil prominente Verluste in den Gemeinden. In traditionell schwarzen Hochburgen wie in Filzmoos (40,5%) und in St. Koloman (40,3%) purzelte die Volkspartei um 27,7 Prozentpunkte im Vergleich zu 2019 nach unten.
Rote Bastion und schwarze Hochburg
Auch in Hüttschlag setzte es bei der diesjährigen Wahl einen Verlust. Aber: Der Anteil am Wahlkuchen der Schwarzen schmolz hier von 68,2 Prozent auf 51,0 Prozent. Dies ist immer noch das beste Gemeinderesultat der ÖVP im ganzen Land.
Mit Andreas Haitzer (SPÖ) und Sepp Schellhorn (Neos) haben schon bald zwei Politiker aus der Nähe von Hüttschlag ein Ticket für den Nationalrat fix. Haitzers Schwarzach ist das gallische Dorf der SPÖ. Mit 41,2 Prozent ist es die einzig verbliebene rote Gemeinde in ganz Salzburg. Rote Hochburgen wie Hallein, Bischofshofen oder Bürmoos sind jetzt entweder blau oder schwarz.
Göriach: 90,6 Prozent der Bürger gingen zur Urne
Gastronom und Neos-Nationalratswiederkehrer Sepp Schellhorn konnte in Goldegg leicht zulegen. Das beste Ergebnis fuhren die Pinken mit 12,4 Prozent in Anif, in unmittelbarer Nähe zur Landeshauptstadt, ein. Die Grünen kamen in der Stadt Salzburg mit 13,3 Prozent zu ihrem besten Resultat. Zugewinne gab es für die Öko-Partei – gegen den Trend – landesweit in 16 Wahlgemeinden.
Die Wahlbeteiligung lag landesweit bei 79,3 Prozent, was ein minimales Plus im Vergleich zum Jahr 2019 (76,4 Prozent) bedeutet. Spitzenreiter bei den Gemeinden war Göriach im Lungau. 269 von 297 wahlberechtigten Gemeindebewohnern (90,6 %) gingen zur Urne.
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