Also doch! Nachdem es beim Brand in einer Asylunterkunft in Schönau im Mühlkreis (OÖ) zunächst geheißen hatte, dass es keine Hinweise auf Fremdverschulden gäbe, sieht die Sache nun völlig anders aus: An drei verschiedenen Stellen fanden die Ermittler des LKA Oberösterreich Hinweise, dass dort gezündelt worden war.
Zu dem Großbrand im ehemaligen Gasthaus „Oberndorfer Stub‘m“ im Gemeindegebiet von Schönau im Mühlkreis war es in der Nacht auf Dienstag gegen 0.45 Uhr gekommen. Das Feuer brach im Erdgeschoß aus und breitete sich anschließend relativ rasch auf das Obergeschoß bis hin zum Dachstuhl aus.
Seit 2023 geschlossen
Das Gasthaus ist seit dem Jahr 2023 geschlossen, weshalb in der ehemaligen Gaststube bzw. im Brandausbruchsbereich teilweise Gartengeräte und reiche Mengen an flüssigen Kraftstoffen gelagert waren, die vermutlich zur Beschleunigung des Brandausbruches verwendet wurden.
An zwei Stellen klappte es nicht
Bei der Begutachtung des Gasthauses konnten außerdem noch zwei weitere Brandstellen festgestellt werden, bei denen offenbar versucht wurde, einen Brand herbeizuführen. Aufgrund der Tatsache, dass es offenbar drei verschiedene Brandstellen gibt, wird von einer Brandstiftung ausgegangen.
Die im ersten Stock befindlichen Wohneinheiten waren vom Brand nur sekundär betroffen. Die 16 Bewohner und ein Gast wurden evakuiert, blieben aber unverletzt. Die Ermittlungen zum Verursacher laufen.
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