Die U-Haft sei wegen des Verdachts der gefährlichen Drohung und des Mordversuchs verhängt worden, so Sprecherin Nicole Dexer von der Staatsanwaltschaft am Landesgericht Leoben. Mordversuch deshalb, weil es bereits im "Versuchsstadium" nahe der tatsächlichen Tat gewesen sei. Der 46-Jährige gab als Rechtfertigung für seine Tat an, dass er die Tochter "nur einschüchtern und erziehen" wollte.
Bereits am Heimweg mit dem Umbringen bedroht
Es war der reinste Psychoterror, dem das Mädchen am Mittwoch ausgesetzt gewesen war. Die Zehnjährige hatte am Vormittag in der Schule über Fußschmerzen geklagt. Deshalb holte sie der Vater - derzeit arbeitslos - ab und fuhr mit ihr nach Hause. Bereits auf dem Weg soll er sie mit dem Umbringen bedroht haben.
In der Wohnung im vierten Stock eines Mehrparteienhauses sagte er laut Aussage seiner Tochter, dass er sie "vom Dach schmeißen" werde. Per Telefon teilte der Mann dann seiner Frau und seiner Schwester mit, dass er mit dem Kind aus dem Fenster springen werde.
Abschiedsbrief diktiert
Und dann musste die Zehnjährige sogar ihren eigenen Abschiedsbrief schreiben: Sie wolle sterben, weil sie "so schlimm" und "eine schlechte Schülerin" sei. Als der Vater ihr den letzten Satz diktierte, kam die Polizei - die Schwester des Mannes hatte die Beamten alarmiert - und machte dem Spuk ein Ende. Das Kind ist nun schwer traumatisiert.
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