Ein Schauspiel am nächtlichen Himmel sorgte in der Bodenseeregion kürzlich für Aufregung: „Was steckt dahinter?“, fragte sich auch Autor Robert Schneider.
Wir saßen auf der sommerlich warmen Terrasse beim Abendessen, als plötzlich eine vielfarbige Lichtbahn am Himmel erschien. Kurz darauf stob die Erscheinung in tausend Funken auseinander. Ich war davon überzeugt, dass es die Perseiden waren und sagte zu meinen Buben: „Jetzt könnt ihr euch etwas wünschen, aber heimlich und still, damit der Wunsch auch in Erfüllung geht.“ – „Einen E-Scooter mit mehr Leistung“, platze der Kleine heraus. – „Geht schon nicht in Erfüllung, weil du’s laut gesagt hast“, stänkerte der Mittlere.
„Hättest du nicht auf deinem Handy gezockt, sondern die Kamera in den Himmel gehalten, könntest du jetzt ordentlich Geld verdienen“, sagte ich zu meinem Ältesten. „Ich hab’s ja gefilmt“, antwortete er stimmbrüchig, „aber es ist nichts drauf.“ Dabei schaute er wieder in jene Richtung am Nachthimmel, wo gerade der ungewöhnlich helle Lichtschweif erschienen war. „Du könntest das Video jetzt nämlich einer Nachrichten-Plattform anbieten. Ein paar 100.000 Likes wären dir sicher, und die Kommentarsektion würde vor Verschwörungstheorien nur so überlaufen.“ – „Papa, ich brauche einfach ein Handy mit einer besseren Kamera“, antwortete er resigniert. „Dann würde es auch krass mit dem Geldverdienen klappen“, schob er noch hinterher.
Anderntags klärte sich das Lichtmysterium auf. „Der Musk hat einen Starlink-Satelliten in der Erdatmosphäre geschrottet“, setzte mich der Große ins Bild. „Jetzt kann ich mir den Wunsch in die Haare schmieren. Von Musk kann man sich nichts wünschen.“
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.